Konflikte und Wirtschaft

Männer räumen Schutt weg. © GTZ 2004.

Gewaltsame Konflikte in Entwicklungsländern stellen eine Herausforderung dar, der sich die Entwicklungszusammenarbeit in zunehmendem Maße stellt. Sie kosten eine Vielzahl von Menschenleben, verursachen große materielle Schäden und destabilisieren Gesellschaftsstrukturen. Sie gefährden oder vernichten bereits erzielte Entwicklungserfolge, untergraben zukünftige Anstrengungen und binden wertvolle Ressourcen.

Die Förderung der Privatwirtschaft eines Landes kann zur Krisenprävention und Friedensentwicklung beitragen, wenn durch sie die ungleiche Verteilung von Ressourcen – eine der Kernursachen von Konflikten – vermindert wird. Ein aktiver Privatsektor, durch den Menschen in Entscheidungsprozesse eingebunden sind, fördert die Herausbildung pluralistischer Strukturen und damit einen friedlichen Umgang mit Konflikten.
Auch im Anschluss an gewaltsame Konflikte kann die Wirtschaftsförderung durch den Wiederaufbau von Infrastruktur und die Reaktivierung von Wirtschaftskreisläufen zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen beitragen, die der betroffenen Bevölkerung die Rückkehr ins zivile Leben ermöglichen. Selbst eine bescheidene Verbesserung der Lebensverhältnisse kann konfliktmindernd wirken, weil sie Gewaltbereitschaft in konstruktive Energie umlenken kann.

Investitionsförderung in Afghanistan
Afghanistans Wirtschaft kam durch 23 Kriegsjahre praktisch zum Erliegen. Mit Unterstützung der GIZ (ehemals GTZ) hat die Investitionsförderagentur AISA bis Oktober 2005 über 4000 neue lokale und internationale Investitionsprojekte betreut, deren Volumen 1.3 Milliarden US$ beträgt und die 150.000 Arbeitsplätze schaffen. Diese geben den Menschen wieder ein geregeltes Einkommen und eine Perspektive für die Zukunft.


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