Global Compact
Das Deutsche Global Compact-Netzwerk
Der Global Compact der Vereinten Nationen ruft Unternehmen weltweit dazu auf, zehn Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung umzusetzen. Der Global Compact ist die bedeutendste internationale Multi-Stakeholderplattform zur Förderung des Beitrags von Unternehmen zu nachhaltiger Entwicklung und zur verantwortungsvollen Unternehmensführung.
Die GIZ ist nicht nur Mitglied im Global Compact sondern fördert auch seine Umsetzung: seit 2001 leitet sie auf Wunsch der deutschen Wirtschaft und im Auftrag des BMZ die Geschäftsstelle des Deutschen Global Compact Netzwerks. Dabei stimmt sie sich eng mit dem Auswärtigen Amt und der International Chamber of Commerce in Deutschland ab.
Aktivitäten des Netzwerks
Im Netzwerk engagieren sich multinationale Unternehmen, kleine und mittelständische Firmen, Organisationen der Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik. In regelmäßigen Arbeitstreffen tauschen sich die Mitglieder über ihre Erfahrungen aus und besprechen aktuelle Trends in der Debatte um verantwortungsvolle Unternehmensführung in Deutschland und weltweit Folgende Aktivitäten setzt die GIZ in der Geschäftsstelle um:
- sie berät Unternehmen zur konkreten Anwendung der zehn Prinzipien und zu aktuellen Themen der Nachhaltigkeitsdebatte,
- sie organisiert die Arbeitstreffen des Netzwerks und stellt thematische Lernforen zum Erfahrungsaustausch bereit,
- sie unterstützt Unternehmen bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten,
- sie koordiniert den Austausch mit anderen CSR-Initiativen und anderen Global Compact Netzwerken weltweit,
- sie beteiligt sich an der internationalen und nationalen Debatte um CSR und Nachhaltigkeitsthemen und stellt den Netzwerkteilnehmern, dem BMZ und AA sowie der GIZ entsprechende Informationen zur Verfügung,
- sie erstellt Fallstudien und Beiträge für Fachpublikationen,
- sie verstärkt die Präsenz des Global Compact durch Öffentlichkeitsarbeit
Unternehmen, NGOs und andere Organisationen, die Interesse an einem Engagement im Deutschen Global Compact Netzwerk haben, können sich auf der Internetseite des Netzwerks über Leistungen, Arbeitsschwerpunkte und Teilnahmebedingungen informieren.
Die zehn Prinzipien des Global Compact
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Zehn Prinzipien auf einen Blick
Den inhaltlichen Kern des Global Compact bilden zehn Prinzipien, die sich aus verschiedenen internationalen Vereinbarungen ableiten.
Menschenrechte
- Prinzip 1: Unternehmen sollen den Schutz der internationalen Menschenrechte innerhalb ihres Einflussbereichs unterstützen und achten und
- Prinzip2: sicherstellen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen.
Arbeitsnormen
- Prinzip3: Unternehmen sollen die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen wahren sowie ferner für
- Prinzip 4: die Beseitigung aller Formen der Zwangsarbeit,
- Prinzip 5: die Abschaffung der Kinderarbeit und
- Prinzip 6: die Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Beschäftigung eintreten.
Umweltschutz
- Prinzip 7: Unternehmen sollen im Umgang mit Umweltproblemen einen vorsorgenden Ansatz unterstützen,
- Prinzip 8: Initiativen ergreifen, um ein größeres Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt zu erzeugen und
- Prinzip 9: die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien fördern.
Korruptionsbekämpfung
- Prinzip 10: Unternehmen sollen gegen alle Arten der Korruption eintreten, einschließlich Erpressung und Bestechung. Der Global Compact fordert die Unternehmen auf, innerhalb ihres Einflussbereiches die zehn Prinzipien als Katalog von Grundwerten umzusetzen.
Weitere Informationen zum Global Compact
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Artikel und Publikationen
Ansprechpartner

Dr. Jürgen Janssenglobalcompact@giz.de
Dr. Jürgen Janssen
Telefon: +49 30 72614-204
E-Mail: globalcompact@giz.de


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