Jemen

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Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) führt die GIZ seit 1969 eine Vielzahl von Programmen und Projekten durch. Seit 1983 ist sie mit einem eigenen Büro in Sana’a vertreten.

Anfang 2011 waren im Jemen 57 deutsche und internationale sowie 138 nationale Fachkräfte und Entwicklungshelfer im Einsatz. Aufgrund der aktuellen politischen Lage arbeiten die entsandten Mitarbeiter vorübergehend aus der Ferne.

Das GTZ-Büro in Sana'a. Foto: Yasmin Rabiyan
Das GIZ-Büro in Sana’a

Als eines der weltweit am wenigsten entwickelten Länder steht der Jemen vor zahlreichen ökologischen, sozialen und politischen Entwicklungsherausforderungen.

Dazu gehören vor allem ein leistungsschwaches Bildungssystem und eine hohe Analphabetenrate, unzureichender Zugang zu Gesundheitsdiensten sowie die extreme Wasserknappheit der südarabischen Republik. Gleichzeitig verschärft ein rasantes Bevölkerungswachstum von rund drei Prozent die unsicheren wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse.

Knapp 60 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze, davon rund 30 Prozent in absoluter Armut. Die Privatwirtschaft entwickelt sich schleppend und die Arbeitslosigkeit ist hoch. Frauen werden systematisch in ihrer wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung benachteiligt. Mädchenheirat und geschlechtsspezifische Gewalt sind weit verbreitet.

Der unvollständige Aufbau von staatlichen Strukturen ist zudem verantwortlich für weitverbreitete Korruption und die eingeschränkte demokratische Legitimierung des Staates. Hieraus resultierende Konflikte bieten Chancen für Gewaltakteure und verhindern eine Stabilisierung der humanitären Lage.

In dieser Situation konzentriert sich die Arbeit der GIZ im Jemen auf die entwicklungspolitischen Schwerpunkte Wasser und Grundbildung. Daneben engagiert sich die GIZ für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Berufsbildung, Ernährungssicherung, Biodiversität, gute Regierungsführung und im Gesundheitswesen.

Querschnittsthemen sind die Gleichstellung der Geschlechter, Konfliktbearbeitung sowie die Stärkung zivilgesellschaftlicher Teilhabe und politischer Partizipation, stets mit Blick auf die humanitäre Lage und das übergreifende Ziel der Armutsminderung.

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