Nepal

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Die GIZ arbeitet seit 1975 in Nepal im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und ist seit 1979 mit einem eigenen Büro in der Hauptstadt Kathmandu vertreten. Zurzeit sind 19 Entsandte sowie rund 250 nationale Mitarbeiter, elf CIM-Fachkräfte, 25 Entwicklungshelfer, davon sieben aus dem Zivilen Friedensdienst (ZFD) sowie zwölf weltwärts-Freiwillige für die GIZ in Nepal tätig.

Nepal ist auf dem Weg zur Demokratie. Nach Ende eines zehnjährigen Bürgerkriegs fanden 2008 Wahlen zur Bildung der Verfassunggebenden Versammlung statt. Nach dem anschließenden Rücktritt des Königs wurde Nepal als demokratische Republik ausgerufen. Seit der Bildung der neuen Regierung befindet sich das Land in einer kritischen Phase des Friedensprozesses. Die neue Regierung, eine Koalition unter Führung der ehemaligen maoistischen Rebellen, musste bereits nach neun Monaten zurücktreten.

Durch unterschiedliche Ziele der Parteien und die starke Fragmentierung in der Verfassunggebenden Versammlung wird die Einigung in zentralen Fragen des Friedensprozesses und der zukünftigen Verfassung erschwert.

In Folge des Konflikts hinkt Nepals Wirtschaftswachstum den boomenden Volkswirtschaften der Nachbarländer hinterher. Ein Drittel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Die Nepalesen haben die niedrigste Lebenserwartung in Asien, fast die Hälfte der Kinder leidet an chronischer Unterernährung. Seit Beginn der 1990er-Jahre konnten Kinder- und Müttersterblichkeit zwar jeweils um die Hälfte gesenkt werden, dennoch werden nur etwa ein Fünftel der Geburten in Anwesenheit eines Arztes oder einer Hebamme durchgeführt.

Trotzdem wird erwartet, dass das Land, mithilfe der internationalen Gemeinschaft und Anstrengungen seitens der Regierung, fast alle Millenniumsentwicklungsziele erreichen kann. Vielversprechend sind beispielsweise die Einschulungsraten: Neun von zehn Kindern können heute bereits eine Schule besuchen. Durch die Einführung eines Quotensystems wurde erreicht, dass die neu gewählte Verfassunggebende Versammlung ein Drittel weibliche Abgeordnete hat.

Mit der Wiederherstellung der Demokratie verbinden sich große Hoffnungen auf eine Besserung der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Menschen. Die erreichten Fortschritte und die insgesamt als frei und fair eingestuften Wahlen dürfen jedoch keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass die größten Herausforderungen noch zu meistern sind.

Ziele der Arbeit der GIZ sind die Reduzierung der Armut, eine Entwicklung, die alle gesellschaftlichen Schichten einschließt, sowie die Verbesserung von wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.

Schwerpunkte der deutsch-nepalesischen Zusammenarbeit sind:

  • Kommunale Selbstverwaltung und Zivilgesellschaft
  • Erneuerbare Energie und Energieeffizienz
  • Gesundheitswesen und Familienplanung

Außerdem unterstützt die GIZ die wirtschaftliche Entwicklung und den Friedensprozess.

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Landesdirektor/in
Thomas Labahn

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