Unterstützung der Wassersektorreform

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung der Wassersektorreform in der DR Kongo
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Demokratische Republik Kongo
Politischer Träger: Ministère du Plan
Gesamtlaufzeit: 2006 bis 2016

Ausgangssituation

Die DR Kongo gehört zu den wasserreichsten Ländern der Erde. Dennoch hat nur jeder vierte Kongolese Zugang zu hygienisch einwandfreiem Wasser und höchstens jeder fünfte verfügt über eine angemessene Sanitärversorgung. Das liegt deutlich unter dem regionalen Durchschnitt für Afrika südlich der Sahara. Immerhin haben dort 60 Prozent der Menschen Zugang zu unbedenklichem Wasser und 30 Prozent Zugang zu sanitärer Versorgung.

Um diesem Missstand abhelfen zu können, fehlen in der DR Kongo gesetzliche Rahmenbedingungen im Wassersektor, eine koordinierte Planung, funktionsfähige staatliche Institutionen, leistungsfähige Wasserversorgungsbetriebe und gut qualifiziertes Personal.

Wasser ist ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Kongo. Das Vorhaben unterstützt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die kongolesische Regierung bei der Reform des Wassersektors. Es handelt sich um ein gemeinsames Programm mit der KfW Entwicklungsbank, die in 15 Städten die Trinkwasser- und Sanitärversorgung in Stand setzt und ausbaut.

Ziel

Die nachhaltig wirksame Wassersektorreform wird von allen relevanten Interessengruppen akzeptiert. Wasser- und Sanitärversorgung der Bevölkerung sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt die Durchführung einer fachlich soliden und nachhaltig wirksamen Wassersektorreform. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) verbessert die GIZ im Rahmen ihres Beitrags zum Gesamtprogramm die politischen und institutionellen Rahmenbedingungen und fördert Effizienzsteigerungen in der Wasserversorgung. Sie stellt so die Nachhaltigkeit der Investitionen zahlreicher Geber im Wassersektor sicher.

Die GIZ unterstützt die kongolesische Wassersektorreform beratend. Sie fördert den Politikdialog zwischen den verschiedenen Institutionen des Wassersektors und berät strategisch, fachlich und technisch im Hinblick auf nachhaltige Lösungen. Die GIZ stärkt durch Capacity Development gezielt Problemlösungs- und Handlungskompetenz der kongolesischen Partner und Institutionen.

Die kongolesische Regierung wird im Wassersektor unterstützt bei:

  • bei Steuerung und Umsetzung der Reformen,
  • bei der Schaffung eindeutiger gesetzlicher und institutioneller Rahmenbedingungen,
  • beim Politikdialog zwischen den Institutionen des Wassersektors,
  • bei der Stärkung personeller und institutioneller Kompetenzen, Ressourcen und Leistungsfähigkeit.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Mit Erfahrung und Expertise kann die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die politischen Entscheidungsträger im Wassersektor maßgeblich beraten. Das Vorhaben genießt dabei auch die Unterstützung der anderen Geber in der DR Kongo.

In Zusammenarbeit aller relevanten Sektorinstitutionen wurde im September 2010 ein umfassendes, an den nationalen Entwicklungszielen ausgerichtetes Wassergesetz verabschiedet. Das Wasserrahmengesetz berücksichtigt die Dezentralisierung und andere Reformen des öffentlichen Sektors. Das Gesetz ist damit wegweisend für den weiteren Reformverlauf. Es wird zudem die Rechts- und Planungssicherheit im Wassersektor verbessern und damit zu einem positiven Investitionsklima beitragen.

Seit 2012 arbeitet das Vorhaben an der Umsetzung der Reform in der Pilotprovinz Kasai Oriental. 2013 verabschiedete die Regierung eine Rahmenplanung für die weitere Entwicklung des Trinkwassersektors bis 2020.

DR Kongo. Die Bevölkerung füllt Kanister an einer öffentlichen Zapfstelle in der Stadt Mwene-Ditu. © GIZ

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Ansprechpartner


Thomas Riekel
E-Mail: thomas.riekel@giz.de