Aufbau des maritimen Transportsektors

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Aufbau des maritimen Transportsektors
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Timor-Leste
Politischer Träger: Ministerium für Transportwesen und Kommunikation
Gesamtlaufzeit: Januar 2005 bis Dezember 2009

Ausgangssituation

Timor-Leste wurde 2002 als (Halb-)Inselstaat mit der Enklave Oecussi-Ambeno im indonesischen West-Timor und den Inseln Atauro und Jaco unabhängig. Der Unabhängigkeit voraus gingen eine weit reichende Zerstörung der Infrastruktur sowie ein vollständiger Abzug des indonesischen Verwaltungspersonals.

Maritimer Transport und Hafenwirtschaft sind noch im Aufbau. Es gibt nur wenige ausgebildete Seeleute, die hauptsächlich in Indonesien beschäftigt sind. Weder Betrieb noch Wartung von Schiffen können gegenwärtig eigenständig gewährleistet werden. Die negativen Auswirkungen sind eine unzureichende Anbindung der abgelegenen Landesteile und die Verteuerung landwirtschaftlicher Güter und Versorgungsgüter durch erhöhte Transportausgaben.

Ausbau und effizientere Organisation des maritimen Verkehrs sind für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des jungen Staates entscheidend, da durch geringere Transportkosten die Konkurrenzfähigkeit von Exportprodukten gesteigert wird. Sind die ärmeren Regionen wie Oecussi und Atauro günstiger zu erreichen, erhält die Bevölkerung besseren Zugang zu Märkten und Einkommen. Dies bedeutet einen signifikanten Beitrag zur Reduzierung von Armut.

Ziel

Als Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung verbindet ein effizienter maritimer Transportsektor die Häfen der Demokratischen Republik Timor-Leste mit anderen außer Landes liegenden Zielhäfen.

Vorgehensweise

Die GTZ berät das Ministerium für Transportwesen und Kommunikation (MTC) bei der Vervollständigung des gesetzlichen und regulativen Rahmens für den maritimen Transportsektor von Timor-Leste. Dazu gehören die Anerkennung internationaler Vereinbarungen und Regularien sowie die Mitgliedschaft in der International Maritime Organisation. Die Hafenbehörde APORTIL wird bei Studien und Analysen sowie bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeiter unterstützt.

Die KfW Entwicklungsbank finanziert den Betrieb einer Fährverbindung nach Oecussi und Atauro. Die Beratung der GTZ verbessert die Leistungen der staatlichen und privaten Beteiligten am maritimen Transportsektor, wie zum Beispiel die Qualität der Fährverbindungen und der Hafendienstleistungen. So werden Transportkosten und Transportzeiten reduziert und schwer zugängliche, ärmere Regionen besser erreicht.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Eine Grundversorgung mit Transportverbindungen ist hergestellt: zur Enklave Oecussi zweimal wöchentlich, zur Insel Atauro einmal wöchentlich. Die Fährverbindung wird von der Bevölkerung angenommen, das Transportvolumen ist seit 2003 stetig gestiegen.


Ansprechpartner


Herr Klaus Hütten
E-Mail: klaus.huetten@giz.de