Umweltschutz im Kohle- und Kraftwerksektor (EPEI)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Umweltschutz im Kohle- und Kraftwerksektor (EPEI)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: China
Politischer Träger: National Development and Reform Commission (NDRC)
Gesamtlaufzeit: 2005 bis 2010

Ausgangssituation

erreichte die Kohleproduktion jährlich einen Wert von etwa 2.5 Milliarden Tonnen. 80 Prozent der elektrischen Energie Chinas stammt aus Kohlekraftwerken. Aufgrund der florierenden Wirtschaft steigt die Nachfrage kontinuierlich an.

Der Schutz und die effizientere Nutzung von Ressourcen haben sich zu einer Priorität in der chinesischen Energiepolitik entwickelt. Chinesische Kohlekraftwerke verbrauchen im Durchschnitt 15 Prozent mehr Kohle als Anlagen in Deutschland und der Wasserverbrauch liegt deutlich höher. Jedes Jahr gehen 10 Millionen Tonnen Kohle aufgrund von spontanen Kohleflözbränden mit schädlichen Auswirkungen auf die lokale Umwelt und das globale Klima verloren.

Für China ist eine verbesserte und umweltfreundlichere Energieversorgung zu einem zentralen politischen Thema geworden. Das Programm zielt auf den Kern dieses Problems, den chinesischen Kohle- und Energiesektor.

Ziel

Chinesische Kohlekraftwerke sollen dahin gebracht werden, schädliche Treibhausgasemissionen durch eine Steigerung der Effizienz und umweltfreundlichere Nutzung von Kohle zu vermeiden. Darüber hinaus soll der spezifische Wasserverbrauch thermischer Kraftwerke reduziert werden. Durch die Bekämpfung von Kohleflözbränden wird die Ressource Kohle zudem in ihrer natürlichen Lagerstätte geschützt und die Entstehung großer Mengen klimaschädlicher Gase vermieden.

Vorgehensweise

Die GTZ arbeitet mit dem Energiebüro der NDRC, CEC und SACMS (State Administration of Coal Mine Safety) sowie mit Kraftwerksbetreibern, Dienstleistern der Stromwirtschaft und den für die Bekämpfung von Kohleflözbränden zuständigen Abteilungen zusammen. Der Ansatz unterstützt die Entwicklung der Energie- und Umweltpolitik und ihre Umsetzung.

Derzeitige Aktivitäten und Maßnahmen:

  • Symposien, Workshops und Seminare für politische Entscheidungsträger, Versorgungsunternehmen, Forschungseinrichtungen und Kraftwerksbetreiber.
  • Ausbildung von Fachkräften in der Bekämpfung bei Kohleflözbränden und im Bereich Kraftwerkseffizienz und Ressourcenmanagement.
  • „Capacity Development“ einschließlich Angebot und Verkauf von Energiespar-Dienstleistungen.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Das Programm hat eine Reihe von Ergebnissen mit direkten effizienz- und umweltrelevanten Auswirkungen erzielt.

  • Rund 200 Kohlekraftwerksblöcke wurden messtechnisch untersucht und unter Effizienz- sowie Umweltaspekten optimiert. 
  • Rund  800.000 Tonnen Kohle werden jährlich durch die Optimierungsmaßnahmen eingespart. 
  • Die Optimierungsmaßnahmen sowie die daraus erzielten Kohleeinsparungen habe eine jährliche Reduzierung etwa 1,5 Millionen Tonnen CO2, 30.000 Tonnen NOx und 7,000 Tonnen SO2 zur Folge.
  • Als direkter Beitrag des Vorhabens konnten aufgrund der beschleunigten Löschung von Kohleflözbränden bisher ca. 1,9 Millionen Tonnen qualitativ hochwertiger Kohle gerettet werden, was einer Vermeidung von etwa 3,5 Millionen Tonnen CO2 entspricht.
  • Insgesamt konnte der jährliche Kohleverlust durch Kohleflözbrände von 20 Millionen auf 10 Millionen Tonnen reduziert werden.
  • Die Umsetzung von Wassersparmaßnahmen in zwei Pilotkraftwerken in der Provinz Shandong wird den Wasserbrauch in beiden Anlagen zusammen um etwa 16 Millionen m³ Wasser pro Jahr reduzieren. Dies entspricht dem jährlichen Wasserverbrauch von 390.000 Menschen in dieser Region, die unter chronischem Wassermangel leidet.
  • Kraftwerke und Rauchgasreinigungsanlagen arbeiten effektiver und haben eine höhere Lebensdauer.
  • In Zusammenarbeit mit dem CEC und deutschen Unternehmen wird ein „Cleaner-Production-Betriebshandbuch“ (CP-Arbeitsmappe) erstellt, das dem Kraftwerksmanagement und dem Kraftwerkspersonal als Guideline für einen effizienten, umweltschonenden und wirtschaftlichen Betrieb dienen wird.

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Weiterführende Informationen


Ansprechpartner


Herr Jörg Moczadlo
E-Mail: joerg.moczadlo@giz.de