Schaffung von Arbeitsplätzen durch Berufsbildung
Projektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Schaffung von Arbeitsplätzen durch Berufsbildung
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Montenegro
Politischer Träger: Ministerium für Bildung und Wissenschaft
Gesamtlaufzeit: Januar 2006 bis Dezember 2011
Ausgangssituation
Montenegro befindet sich im Annäherungsprozess an die Europäische Union. Der Tourismus ist Schwerpunkt der Wirtschaftsentwicklung und zeigt deutliche Zuwachsraten. Weitere Wirtschaftssektoren mit positiven Entwicklungsprognosen sind der Bausektor sowie die Dienstleistungssektoren im Elektro- und Kraftfahrzeugbereich. Der positiven wirtschaftlichen Entwicklung steht ein Mangel an qualifizierten Fachkräften gegenüber. Dieser Bedarf kann durch das sich in der Reform befindende Berufsbildungssystem noch nicht angemessen bedient werden. Weder ist die private Wirtschaft ausreichend an der Planung und Durchführung der beruflichen Bildung beteiligt, noch entspricht die Ausbildung dem Bedarf des Arbeitsmarktes. Berufsbildung ist derzeit nicht auf berufliche Handlungsfähigkeit ausgerichtet. Der Bedarf an kompetenten und beschäftigungsfähigen Fachkräften soll zukünftig besser gedeckt werden.
Das Projekt passt sich ein in die nationale Strategie zur Armutsbekämpfung und in den montenegrinischen „Strategic Plan of Education Reform 2005 – 2009”. Beide Strategien betonen die Notwendigkeit der Reform der Bildung und der beruflichen Bildung, ihrer qualitativen und arbeitsmarktgerechten Verbesserung sowie der EU- konformen Entwicklung.
Ziel
Die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen der beruflichen Schulen sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen ist verbessert.
Vorgehensweise
Das Projekt kooperiert eng mit dem Zentrum für Berufsbildung. Diese Institution wird bei der Organisationsentwicklung unterstützt, einhergehend mit der Weiterqualifizierung der Mitarbeiter. Fach- und Führungskräfte des Berufsbildungssektors, Lehrer und Schulmanager werden fortgebildet, um dem Anspruch einer modernisierten beruflichen Bildung, orientiert an den Anforderungen der Wirtschaft, gerecht zu werden. Die Fördermaßnahmen sind auf die Service- und Produktionssektoren der Tourismusbranche, der Elektrotechnik, der Metalltechnik, einschließlich KFZ Technik, sowie der Baubranche modellhaft zugeschnitten. Reformierte Lehrpläne, fortgebildetes Lehr- und Managementpersonal sowie Ausstattungsmodernisierung und Förderung der Lernortkooperation mit der Privatwirtschaft tragen zur Verbesserung der praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsschüler und Arbeitssuchenden bei und erhöhen ihre Beschäftigungschancen.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Unter aktiver Mitwirkung von Privatwirtschaftsvertretern wurde ein neues Ausbildungsprogramm entwickelt, drei weitere wurden vollständig reformiert. Die Vermittlung von Kompetenzen sowie der Ansatz der Handlungsorientierung sind in diesen modernisierten Programmen integriert. In sieben Pilotschulen sind die didaktischen und materiellen Bedingungen für eine praxisorientierte Ausbildung grundlegend modernisiert worden. Etwa einhundert Lehrkräfte wurden für den handlungsorientierten Unterricht fortgebildet. Davon profitieren nun die Auszubildenden durch eine arbeitsprozessbezogene Ausbildung. Die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems wird die Nachhaltigkeit der Modernisierung gewährleisten.