Unterstützung des Amtes des Premierministers bei der Umsetzung des Wiederaufbauplans für Norduganda
Projektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Unterstützung des Amtes des Premierministers bei der Umsetzung des Wiederaufbauplans für Norduganda
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Uganda
Politischer Träger: Office of the Prime Minister (OPM)
Gesamtlaufzeit: 2008 bis 2012
Ausgangssituation
Der über 20 Jahre andauernde Konflikt im Norden Ugandas hat verheerende Schäden hinterlassen. Die Region wurde zum Armenhaus des Landes: 2010 lebten dort nach offiziellen Angaben zwei Drittel der armen Bevölkerung. Um das Entwicklungsgefälle zwischen Norden und Süden auszugleichen, hat die Regierung Ugandas 2007 mit dem Peace, Recovery and Development Plan (PRDP) einen Rahmen für den Wiederaufbau geschaffen, der auch für Geber und die Zivilgesellschaft gilt.
Zuvor hatte die Regierung 2002 als Antwort auf gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Stämmen in Karamoja im Nordosten den regionalen Entwicklungsplan Karamoja Integrated Development Plan (KIDP) verabschiedet, der später in den PRDP integriert wurde.
Das zuständige Amt des Premierministers (Office of the Prime Minister, OPM) war mit den komplexen Steuerungsaufgaben zur Umsetzung der Entwicklungspläne überfordert. Auch in den Distrikten fehlte das Fachwissen, um den Wiederaufbauplan wirkungsvoll umzusetzen. Entscheidungen wurden kaum aufgrund strategisch ausgerichteter Planungen getroffen. Staatliche Dienstleistungen, beispielsweise im Gesundheits- oder Bildungssektor, erreichten die Zielgruppen spät und unvollständig. Das hemmte den Wiederaufbau des Nordens.
Ziel
Das Amt des Premierministers ist in der Lage, die Umsetzung des Wiederaufbauplans für Norduganda wirksam zu steuern. Die Planung für ausgewählte Distrikte verläuft transparent und findet unter Beteiligung der Bevölkerung statt.
Vorgehensweise
Das Projekt bildet die Mitarbeiter des OPM seit 2008 weiter, so dass sie den Wiederaufbau besser koordinieren und Fortschritte überwachen können, sowohl landesweit als auch auf lokaler Ebene. Die Mitarbeiter von Gebietskörperschaften bilden sich in der Planung, Budgetierung und Auswertung von Entwicklungsmaßnahmen weiter.
Im Einzelnen unterstützt das Projekt diese Verfahren und Prozesse:
- Ergebnisorientierte Ausrichtung des PRDP-Monitoringsystems
- Koordinierung der Schlüsselakteure
- Transparente Kommunikation über die Verwendung der PRDP-Mittel
- Bereitstellung von Richtlinien für die PRDP-Distrikte zur zweckmäßigen Nutzung der Mittel und zur Stärkung ihrer Verantwortlichkeit und Rechenschaftspflicht
- Erarbeitung ausgewogener Planungen und realistischer Haushalte in den Distrikten
- Konflikt-, umwelt- und geschlechtersensible Prüfung aller geplanten Aktivitäten
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
In einem neuen Datenzentrum wurden die Basisdaten für die PRDP-Distrikte erfasst und aufbereitet. Dadurch ist eine systematische Auswertung der Fortschritte beim Wiederaufbau möglich. Eine standardisierte Berichterstattung über die Umsetzung des PRDP wird von über einem Drittel der Distrikte genutzt.
Die einzelnen Distrikte und Kleinstädte haben über 60 Arbeitspläne zur Umsetzung des PRDP erstellt. Dadurch können sie zusätzliche Mittel zur Armutsbekämpfung beantragen.
In drei Jahren ist ein Teil der Infrastruktur wieder aufgebaut worden: 2.345 Klassenräume, 263 Krankenstationen und 40.000 Kilometer Straße sind gebaut sowie 1.252 Brunnen instandgesetzt worden. Dies trägt entscheidend zur Armutsminderung und zum Ausgleich der Entwicklungsunterschiede zwischen Nord- und Süduganda bei.
Weiterführende Informationen
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Office of the Prime Minister of the Republic of Uganda (OPM)
Amt des Premierministers
www.opm.go.ug