Beschäftigungsförderung für Jugendliche
Projektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Beschäftigungsförderung für Jugendliche
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Timor-Leste
Politischer Träger: Ministerium für Wirtschaft und Entwicklung
Gesamtlaufzeit: 2008 bis 2011
Ausgangssituation
Arbeitslosigkeit, mangelnde Bildung, fehlende soziale Integration, schwache staatliche Institutionen sowie mit der politischen Krise des Landes verbundene Spannungen: Dies sind die Hauptursachen für das gewalttätige Verhalten timoresischer Jugendlicher. In der Hauptstadt Dili ist die Situation besonders angespannt. Sie wird weiter verschärft durch die kontinuierliche Zuwanderung arbeitsuchender, unzufriedener Jugendlicher aus ländlichen Gebieten.
Die von der Regierung unternommenen Anstrengungen, die weitgehend auf Subsistenzlandwirtschaft beruhende Wirtschaft zu modernisieren, kommen nur langsam voran. Es entstehen kaum Beschäftigungsmöglichkeiten. Vor allem Jugendliche sind von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung betroffen.
Eine weitere Ursache für die mangelnde Intergrationsfähigkeit Jugendlicher in den Arbeitsmarkt ist die ungenügenden Ausrichtung der beruflichen Bildung auf vorhandene, aber nicht erkannte Beschäftigungspotenziale. Auch gibt es kaum Jugendliche, die nach absolvierter Ausbildung Bereitschaft zur Existenzgründung zeigen.
Investitionen in berufliche Bildung haben keine wirtschafts- und beschäftigungsfördernden Wirkungen. Perspektivlose Jugendliche radikalisieren sich weiter.
Ziel
Absolventinnen und Absolventen berufsbildender Schulen sichern ihren Lebensunterhalt und integrieren sich erfolgreich in ihr soziales Umfeld.
Vorgehensweise
Das Projekt berät das Ministerium für Wirtschaft und Entwicklung zu beruflicher Bildung und Existenzgründung innerhalb von Wertschöpfungsketten. Die Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern zu standortgerechten Anbaumethoden wird unterstützt. Jugendliche werden bei der Analyse und Gestaltung rechtlicher, organisatorischer und finanzieller Rahmenbedingungen für erfolgreiche Existenzgründungen beraten. Die GIZ stellt Organisation und Monitoring dieser Gründungsvorhaben sicher; vor dem Hintergrund der Postkonfliktgesellschaft fördert sie konfliktsensitives Verhalten. Für die zu gründenden Unternehmen können Produktionsmittelausstattungen und lokale Zuschüsse gewährt werden. Die Jugendgruppen werden zudem durch Kleinkredite für Wohnung und Ernährung unterstützt.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Erfolgreich wirtschaftende, sozial integrierte Jugendliche konzentrieren ihre Energien auf Entwicklungsaufgaben. Die Ausweitung der Existenzgründung durch Jugendgruppen mit gezielter Gestaltung aller Rahmenbedingungen bietet Jugendlichen reale Perspektiven und senkt das Konfliktpotenzial.
Andere Dorfbewohner können an standortgerechten Produktionsmethoden partizipieren. Mit höheren Verarbeitungsstufen in der Wertschöpfungskette steigen Wertzuwachs und Einkommen.