Nachhaltige Palmölproduktion für Bioenergie

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Nachhaltige Palmölproduktion für Bioenergie
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Land: Thailand
Gesamtlaufzeit: 2009 bis 2011

Ausgangssituation

Pflanzenöl, insbesondere Palmöl, wird seit Jahren zunehmend energetisch genutzt. Diese Entwicklung wird politisch stark gefördert, unter anderem von der thailändischen Regierung. Doch es gibt auch Kritik am Ausbau der geplanten Produktionsflächen. Es wird argumentiert, dass die rasant zunehmende Produktion zu einer Vernichtung der Regenwälder führe, zum Aussterben gefährdeter Arten sowie zu steigenden Lebensmittelpreisen beitrage und meist unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen stattfände.

Die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstandards für Bioenergie und der Aufbau von weltweiten Zertifizierungssystemen spielen deshalb eine sehr wichtige Rolle. Es gibt erste Ansätze wie den runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (Roundtable for Sustainable Palm Oil – RSPO), ein von Produzenten, Industrie, Nichtregierungsorganisationen, Handel und Banken entwickelter Standard.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) unterstützt die GIZ die thailändischen Partner dabei, Fragen von Ökologie und sozioökonomischen Auswirkungen beim Palmölanbau umfassend zu berücksichtigen.

Ziel

An die lokalen Gegebenheiten angepasste Nachhaltigkeitsstandards sind eingeführt und thailändische Klein-Bauern werden langfristig zertifiziert. Palmöl wird nach diesen Standards produziert. Ökologische und soziale Auswirkungen der Produktion sowie die Wirtschaftlichkeit der Zertifizierung werden kontinuierlich überwacht.

Vorgehensweise

Um Nachhaltigkeitsstandards für die Palmölproduktion erfolgreich in Thailand zu verankern, müssen die lokalen Gegebenheiten, insbesondere die Situation der vielen Kleinbauern, mit einbezogen werden. Durch neue Organisations- und Managementmethoden werden ihre Produktionstechniken optimiert. Im Sinne des RSPO-Standards bedeutet das vor allem, dass für die Anbauflächen kein Regenwald abgeholzt wird. Für Thailand ist es wichtig, dass die Produktivität pro Flächeneinheit steigt. Verbesserte Anbaumethoden und gezielter Düngereinsatz spielen dabei eine wichtige Rolle. Außerdem werden Erntepraktiken und die Zusammenarbeit mit Mühlen und Zwischenhändlern optimiert, um den Ölgehalt der Früchte zu erhöhen.

Gute Praxisbeispiele und Erfahrungen werden durch Schulungsmaßnahmen für Kleinbauern und durch Multiplikatoren weiterverbreitet. Auf nationaler Ebene initiiert das Projekt einen Dialog zwischen den verschiedenen Akteuren aus Politik und Wirtschaft im Palmölsektor, um die angepassten Standards zu etablieren und zu institutionalisieren. Wichtige Behörden sowie private Unternehmen und Verbände der Palmölindustrie wurden bereits für das Projekt gewonnen.

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Ansprechpartner


Herr Daniel May
E-Mail: daniel.may@giz.de