Entwicklung humaner Ressourcen zum Aufbau der Marktwirtschaft

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Entwicklung humaner Ressourcen zum Aufbau der Marktwirtschaft
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Laos
Politischer Träger: Abteilung für Internationale Zusammenarbeit (DIC) im Ministerium für Planung und Investition (MPI) 
Gesamtlaufzeit: 2004 bis 2014

Ausgangssituation

Laos. Ein Kaffeefarmer zeigt seine Ernte - frische rote Kaffeebohnen. © GIZ

Laos ist ein kleines, ländlich und landwirtschaftlich geprägtes Niedrigeinkommensland ohne direkten Meereszugang. Es befindet sich in einem Prozess des Wandels von einer staatlich gelenkten zu einer marktorientierten Wirtschaft. Die niedrige Wettbewerbsfähigkeit der produktiven Sektoren ist das Hauptproblem der laotischen Wirtschaftsentwicklung. Staat und Privatwirtschaft müssen sich daher den Herausforderungen des internationalen Wettbewerbs als Investitions- und Produktionsstandort stellen und das Geschäfts- und Investitionsklima verbessern. Durch Investitionen und Innovationen sowie durch einen besseren Ausbildungsstandard kann die Privatwirtschaft zum Wachstumsmotor werden.

Ziel

Die unternehmerischen Rahmenbedingungen und die Qualifizierung von Arbeitskräften sowie das Management in öffentlichen und privaten Organisationen und Unternehmen sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Projekt unterstützt staatliche und privatwirtschaftliche Partnerorganisation in der Ausübung ihrer jeweiligen Mandate durch folgende Maßnahmen:

  • Die Industrie- und Handelskammern werden auf Provinz- und Zentralebene in ihrer institutionellen Leistungsfähigkeit und in ihrer Fähigkeit zum politischen Dialog gestärkt. Dialog- und Kooperationsprozesse zwischen staatlichen und privaten Institutionen zur Lösung konkreter Probleme von Unternehmen und Investoren auf Provinzebene werden unterstützt.
  • Die KMU-Förderagentur wird bei der Umsetzung der Förderstrategie und der Aktionsplanung für Aufbau und Erhöhung der internationalen und regionalen Wettbewerbsfähigkeit von KMU gestärkt.
  • Der Aufbau eines arbeitsmarktorientierten Berufsbildungssystems wird mit dem Ziel gefördert, junge Menschen angemessen zu qualifizieren. Dies geschieht durch die Festlegung von Berufsstandards, Curricula-Entwicklung, Lehreraus- und Fortbildung, Schulmanagementtraining sowie die Begleitung des Aufbaus neuer Berufsschulen und deren zweckbestimmter Nutzung.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

  • Vereinfachte Verfahren beim Planungs- und Investitionsministerium und dem Industrie- und Handelsministerium haben zur schnelleren Genehmigung von Investitionen und Unternehmensgründungen geführt. Der Anteil von Unternehmen, die mehr als einen Monat brauchten, um ihre Betriebsgenehmigung zu erhalten, ist von 50 Prozent (2005) auf 30 Prozent (2009) gesunken.
  • Die Zufriedenheit der Unternehmen mit ihren Rahmenbedingungen und staatlichen Dienstleistungen ist von neun Prozent (2005) auf 20 Prozent (2009) gestiegen.
  • Die Fähigkeit der KMU-Agentur, die Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen wirksam zu fördern, ist gestiegen. Sie ist nun besser der Lage, die KMU-Förderstrategie systematisch umsetzen und an Veränderungen, wie fortgesetzte Integration in regionale und globale Märkte, anzupassen, den Umsetzungsprozess mit zahlreichen öffentlichen und privatwirtschaftlichen Teilnehmern und Gebern zu steuern, Wirkungsmonitoring zu betreiben und die Ergebnisse zu nutzen.
  • Der Anteil beruflich qualifizierter Angestellter in Unternehmen ist von 36 Prozent (2005) auf 50 Prozent (2009) angestiegen.

Laos. Ein Berufsschüler beim Schweißen. © GIZ

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Ansprechpartner


Armin Hofmann
E-Mail: armin.hofmann@giz.de