Städtisch-Industrielles Umweltmanagement in Mexiko

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Städtisch-Industrielles Umweltmanagement in Mexiko
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Mexiko
Partner: Mexikanisches Ministerium für Umwelt und Ressourcenschutz (SEMARNAT)
Gesamtlaufzeit: Januar 2010 bis Dezember 2019

Ausgangssituation

Das starke Wirtschaftswachstum Mexikos in den letzten Jahrzehnten hat zu einer Vielzahl an Umweltproblemen geführt. Unterschiedliche Emissionen belasten Böden, Wasser und Luft. Fast 30% der Gemeindeabfälle und 80% des Sondermülls werden noch immer unsachgemäß entsorgt und von zahlreichen Altlastenflächen wurde bisher nur ein kleiner Teil erfasst und erst etwa 30 saniert.

Mexiko verfügt über eine im lateinamerikanischen Vergleich vorbildliche Umweltgesetzgebung und ausgereifte Strategien zum Umweltschutz. Diese werden vor allem in Gemeinden noch unzureichend umgesetzt. Die Ursachen sind fehlende fachliche Kompetenzen und Defizite im Management. Schwierigkeiten gibt es auch bei der Finanzierung und dem nachhaltigen Betrieb der Behandlungsanlagen und Entsorgungsinfrastruktur. Dem Privatsektor mangelt es an Anreizen, sich im Umweltmanagement zu engagieren, und die Bevölkerung sowie politische Entscheidungsträger beginnen erst ein Umweltbewusstsein zu entwickeln.

Ziel

Die Wirksamkeit des städtisch-industriellen Umweltmanagements, insbesondere auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft und des Flächenrecyclings, ist gesteigert.

Vorgehensweise

Seit Januar 2010 arbeitet die GIZ (Internationale Zusammenarbeit, bis Dezember 2010 als GTZ) gemeinsam mit der KfW Entwicklungsbank (Finanzielle Zusammenarbeit) und den Integrierten Fachkräften des CIM-Programms an nachhaltigen Lösungen im städtisch-industriellen Umweltschutz. Dabei knüpft die GIZ an das Vorhaben „Abfallwirtschaft und Altlastenmanagement“ an, das sie im Auftrag des BMZ von April 2005 bis Dezember 2009 in Mexiko durchführte. Das thematische Spektrum wird nun um die Themen Ressourceneffizienz, Flächenrecycling und Umweltinstrumente erweitert. Neu ist außerdem das Querschnittsthema Klimaschutz, das eine gemeinsame Arbeitsbasis mit dem Energieprogramm der GIZ in Mexiko bildet.

Um das gesetzte Ziel zu erreichen, konzentriert sich das Programm auf die folgenden drei Aktionslinien:

1) Der Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Gemeinden, Bundesstaaten, Umweltministerium und weiterer öffentlicher Institutionen, sowie mit Wirtschaftsverbänden und Universitäten wird verbessert indem Netzwerke gefördert und Informationsveranstaltungen organisiert werden.

2) Die Leistungsfähigkeit der Institutionen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene wird erhöht, indem Organisationsstrukturen, Funktionsfähigkeit und Kompetenzen verbessert und Fortbilungen angeboten werden.

3) Geeignete umweltpolitische Managementinstrumente werden erarbeitet. Dabei setzt die GIZ unter anderem auf die standardisierte Erhebung und Verwendung von Daten, das Altlasteninformationssystem SISCO, auf ökonomische Instrumente zur Einführung des integrierten Abfallmanagements und auf innovative Themen wie das Stoffstrommanagement.

Eine wichtige Rolle spielt zudem die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft in Form von Public Private Partnerships zu innovativen Themen des Abfall- und Altlastenmanagements. Als Schwellenland bietet Mexiko darüberhinaus ausgezeichnete Möglichkeiten die vorhandenen Erfahrungen mittels Dreieckskooperation auf andere Länder in der Region zu übertragen. Das Programm arbeitet unter anderem mit folgenden lokalen Partnern zusammen:

  • Mexikanisches Bundesministerium für Umwelt und Ressourcenschutz (SEMARNAT)
  • Mexikanisches Bundesministerium für soziale Entwicklung (SEDESOL)
  • Staatsanwaltschaft für Umweltanagelegenheiten (PROFEPA)
  • Nationales Institut für Ökologie (INE)
  • Zentrum für Erziehung und Fortbildung für Nachhaltige Entwicklung (CECADESU)
  • Umweltministerien ausgewählter mexikanischer Bundesstaaten und deren nationaler Verband (ANAAE)
  • Umweltverwaltungen ausgewählter mexikanischer Gemeinden und deren Bundesverbände.

Deutsche Partnerinstitutionen der Entwicklungszusammenarbeit sind:

  • KfW Entwicklungsbank
  • Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM)

Die Programmkomponente „Altlastenmanagement und Flächenrecycling“ wird durch die Consultingfirma GOPA Gesellschaft für Organisation, Planung und Ausbildung mbH durchgeführt.

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Weiterführende Informationen


Ansprechpartner


Herr Axel Macht
E-Mail: axel.macht@giz.de