Umweltschutzprogramm

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Umweltschutzprogramm
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Tunesien
Politischer Träger: Ministère de l'Agriculture et de l'Environnement
Gesamtlaufzeit: 2003 bis 2013

Ausgangssituation

Tunesien. Zementwerk bei Gabes. © GTZ

Umweltschutz genießt in Tunesien hohe politische Priorität. Seit 1989 hat sich eine abgestimmte Institutionenlandschaft entwickelt, die Themen wie Abwasser, Abfallwirtschaft, Küstenschutz, Umweltkontrolle, Umweltvorsorge und -planung, Umwelttechnologien und andere abdeckt. Trotz dieser guten Rahmenbedingungen steht Tunesien vor großen Herausforderungen. Ein seit zehn Jahren andauerndes Wirtschaftswachstum hat intensive Nutzung und zunehmende Verschmutzung der natürlichen Ressourcen zur Folge. Abfallaufkommen und Abwassermengen steigen, Wasser- und Bodenressourcen sind gefährdet. Zunehmendes Verkehrsaufkommen in den Städten beeinträchtigt die Luftqualität. Schließlich erhöhen sich aufgrund der wachsenden industriellen Produktion die Mengen an toxischen Abfällen und Emissionen, deren Behandlung und Entsorgung vielfach unzureichend geschieht. Das für Umweltschutz zuständige Ministerium steht vor der Aufgabe, Umweltfragen stärker in Wirtschaft und Gesellschaft zu integrieren.

Ziel

Umweltbelange sind stärker in Wirtschaft und Gesellschaft integriert. Umweltschutz ist stärker in den nationalen Entwicklungsplan integriert worden. Gouvernorate und Gemeinden tragen Verantwortung für den Umweltschutz, sodass eine bessere Umweltkontrolle sicher gestellt ist.

Vorgehensweise

Das deutsch-tunesische Umweltprogramm bündelt in seinen fünf Komponenten Beratungsthemen wie Umweltvorsorge und Reduzierung der Umweltverschmutzung, Dezentralisierung von Umweltaufgaben, integrierte Abfallwirtschaft, Umwelttechnologiekooperation, Umweltkommunikation und -sensibilisierung. Es unterstützt das zuständige Ministerium und seine nachgeordneten Behörden fachlich, methodisch und materiell bei ihren Beratungs- und Koordinationsaufgaben (Strategieplanung, Umweltkommunikation). Gleichzeitig werden die Umsetzung der Umweltpolitik über die Beratung in fachlich-sektoralen Fragen (Abfallwirtschaft) unterstützt und neue Vorgehensweisen entwickelt, wie Privatsektorbeteiligung, Technologiekooperation mit dem Centre Centre International des Technologies de l'Environnement de Tunis (CITET). Die Verwaltungsreform im Umweltbereich und die Partizipation der Kommunen im Umweltmanagement werden verbessert (Dezentralisierung von Umweltaufgaben).

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

  • Erstmals werden in Tunesien regionale Entwicklungspläne in einem partizipativen, sektorübergreifenden Planungsprozess, unter Beteiligung der Umweltdimension, erstellt.
  • Für die wichtigsten Wirtschaftssektoren werden Nachhaltigkeitsindikatoren entwickelt.
  • Die Umweltgesetzgebung wird den aktuellen Erfordernissen angepasst.
  • Der Privatsektor hält Einzug in die Abfallwirtschaft.
  • Erste Nord-Süd-Kooperationen wurden im Bereich Umwelttechnologie eingegangen.
  • Schülern wird mit dem pädagogischen Ansatz des Aktionslernens vermittelt, was sie für die Umwelt tun können.

Zu diesem Programm gehören folgende Komponenten

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Weiterführende Informationen


Ansprechpartner


Herr Helmut Krist
E-Mail: helmut.krist@giz.de