Rehabilitierung der Basisgesundheitsversorgung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Rehabilitierung der Basisgesundheitsversorgung
Auftraggeber: Gesundheitsministerium
Finanzier: Weltbank
Land: Demokratische Republik Kongo
Politischer Träger: Gesundheitsministerium
Gesamtlaufzeit: 2007 bis 2011

Ausgangssituation

Während der über dreißigjährigen diktatorischen Herrschaft Mobutos wurde in die öffentliche soziale Infrastruktur der Demokratischen Republik Kongo kaum investiert. Viele Einrichtungen, auch medizinische, verfielen. Während des Bürgerkriegs zwischen 1996 und 2002 wurden weitere Gesundheitseinrichtungen zerstört. Als Folge des schwer beschädigten Gesundheitssystems hat ein Großteil der kongolesischen Bevölkerung bis heute keinen Zugang zu einer angemessenen Basisgesundheitsversorgung. Säuglings- und Kindersterblichkeit sind sehr hoch; Malaria, HIV und Durchfallerkrankungen nehmen zu.

Ziel

Die kongolesische Bevölkerung hat Zugang zu Basisgesundheitsversorgung.

Vorgehensweise

GIZ International Services (GIZ IS) unterstützt das Gesundheitsministerium in der Demokratischen Republik Kongo beim Wiederaufbau der Basisgesundheitsversorgung in den Distrikten Süd-Maniema und Lualaba. Maßnahmen sind:

  • Wiederaufbau von 42 Gesundheitszentren
  • Ausstattung der Gesundheitszentren mit Transportfazilitäten, IT und Kommunikationsmitteln sowie medizinischer Ausrüstung
  • Verteilung von Moskitonetzen zur Vorbeugung von Malaria
  • Beschaffung qualitativ guter Medikamente
  • Verbesserung der Strukturen für die Versorgung mit Medikamenten
  • Fortbildungen und Bonuszahlungen für das lokale Personal

GIZ IS ist übergreifend für das Projektmanagement zuständig.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Rund zwei Millionen Menschen, die in Süd-Maniema und Lualaba leben, haben heute Zugang zu einer Basisgesundheitsversorgung. Der Anteil der Menschen mit Zugang zur Gesundheitsversorgung konnte damit in Lualaba von 13 Prozent auf 35 Prozent und in Maniema von 23 Prozent auf 28 Prozent gesteigert werden. Die Zahl der Geburten unter Aufsicht medizinischen Personals konnte in Süd-Maniema von der Hälfte auf 85 Prozent und in Lualaba von 38 Prozent auf 84 Prozent erhöht werden.

DR Kongo. Gesundheitszentrum in Süd-Maniema vor und nach dem Wiederaufbau. © GTZ