Umweltbildung im Zeichen des Klimawandels

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Umweltbildung im Zeichen des Klimawandels in Laos
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Laos
Politischer Träger: Ministry of Natural Resources and Environment
Gesamtlaufzeit: 2012 bis 2014

Ausgangssituation

Laos. A group of ten villagers is walking on a small country side road through an extensive, freshly burned shifting cultivation area in the Nalae district, Luang Namtha province. © GIZ

Laos ist vom Klimawandels bedroht. Das Land ist überwiegend von Nassreisanbau und Wasserkraft abhängig. Sehr viele Menschen leben vom Bergreisanbau, ihre wichtigste Energiequelle ist meist Brennholz.

Großer Druck lastet auf den natürlichen Ressourcen des Landes – durch Raubbau an den Wäldern, Überjagung der Tierwelt und die Vergabe großflächiger Landkonzessionen für Wasserkraftanlagen, Bergbau sowie industrielle Land- und Forstwirtschaft.

Die negativen Auswirkungen dieser Entwicklung betreffen in erster Linie die von natürlichen Ressourcen abhängige arme Landbevölkerung. Die Bevölkerung und auch die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft sind sich der Bedrohung oft nicht bewusst, denn sie wissen wenig über die Zusammenhänge zwischen Umwelt und Klimawandel. Das führt dazu, dass sie wenig zum Umwelt- und Klimaschutz und zum Erhalt der Biodiversität beitragen. Das verstärkt den Druck auf die natürlichen Ressourcen zusätzlich.

Die Regierungen von Laos und Deutschland haben ein gemeinsames Projekt zur Umweltbildung begonnen, um dieser Situation entgegenzuwirken. Durch das Projekt sollen auch die Erfolgschancen der anderen von BMZ und GIZ unterstützten Projekte zum Schutz der natürlichen Ressourcen und zur Anpassung an den Klimawandel steigen.

Ziel

Die Bevölkerung, Politik und Wirtschaft in Laos haben ihr Wissen über Umweltschutz, Biodiversitätserhalt und Klimawandel durch Umweltbildung und -kommunikation gesteigert. Sie haben dementsprechend ihre Einstellungen und Verhaltensweisen geändert.

Vorgehensweise

Die GIZ arbeitet in diesem Vorhaben mit der Abteilung für Förderung der Umweltqualität des laotischen Ministeriums für Natürliche Ressourcen und Umwelt zusammen. Weitere Partner sind die laotischen Ministerien für Erziehung und Sport und für Information, Kultur und Tourismus sowie die staatlichen Massenorganisationen und Massenmedien. Hinzu kommen zivilgesellschaftliche Organisationen.

Auf nationaler Ebene überarbeitet das Vorhaben die Nationale Umweltbildungsstrategie. Dabei werden aktuelle Themen wie der Klimawandel einbezogen und der Aktionsplan zur Umsetzung dieser Strategie fortgeschrieben. Politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger spricht das Vorhaben mit Umweltbildungsmaßnahmen an, zum Beispiel mit Medien- oder Informationskampagnen. Die jeweiligen Maßnahmen werden anhand von Untersuchungen zu Wissen, Einstellungen und Verhalten ermittelt.

In Provinzen, Distrikten und Dörfern wendet sich das Vorhaben überwiegend an außerschulische Zielgruppen, aber auch an Berufsschulen. Für sie werden speziell zugeschnittene Bildungsaktivitäten entwickelt. Alle Maßnahmen werden so vorbereitet und durchgeführt, dass laotische Organisationen in der Lage sind, sie erfolgreich weiterzuführen. Bevölkerungsgruppen, Themen und Inhalte der Maßnahmen sowie zu verwendende Medien werden auf Basis von Studien zu umweltbezogenen Kenntnissen, Einstellungen und Verhaltensweisen ausgewählt. Die Studien und Maßnahmen führt das Vorhaben dort durch, wo auch andere Vorhaben der GIZ Laos zu den Themen Wald und Klima, natürliche Ressourcen und Biodiversität aktiv sind.

Laos. Four young girls are discussing their homework in  the classroom of their primary school in  Singchaleun village, Sing district, Luang Namtha province. © GIZ


Ansprechpartner


Michael Trockenbrodt
E-Mail: michael.trockenbrodt@giz.de