Förderung regenerativer Energien und der Energieeffizienz

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung regenerativer Energien und der Energieeffizienz in Tunesien
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Tunesien
Politischer Träger: Agence Nationale pour la Maîtrise de l’Energie (ANME) des Ministère de l’Industrie
Gesamtlaufzeit: 2003 bis 2013

Ausgangssituation

Tunesien. Thermische Solarinstallation auf dem Dach des Hotels Les Colombes in Hammamet © GIZ

Durch die wirtschaftliche und soziale Entwicklung nimmt der Energieverbrauch in Tunesien stetig zu. Die Energieversorgung ist jedoch kostenintensiv und belastet Umwelt und Klima. Die starke Abhängigkeit von fossilen Energien, die zu einem großen Teil importiert werden müssen, wirkt sich zunehmend nachteilig auf den Staatshaushalt und die Gesamtwirtschaft aus. Tunesien nutzt die Potenziale der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz bisher nur unzureichend.

Ziel

Regenerative Energien werden stärker genutzt, die Energieeffizienz ist verbessert. Beim Energieverbrauch werden Einsparpotenziale realisiert. Die tunesische Regierung verfügt über eine langfristige Strategie zur nachhaltigen Entwicklung des Energiesektors.

Vorgehensweise

Das Projekt unterstützt die tunesische Regierung bei der strategischen Ausrichtung ihrer Energiepolitik auf Nachhaltigkeit. Es berät ebenfalls bei der Schaffung vorteilhafter Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung der Umsetzung des 2009 verabschiedeten Tunesischen Solarplans (Plan Solaire Tunisien). Neben dem Industrieministerium und der Energieagentur arbeitet das Projekt mit weiteren Akteuren aus Regierung, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen.

  • Das Projekt fördert Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz durch Bereitstellung von Informationen und technischer Beratung sowie Begleitung entsprechender Projekte.
  • Anbieter von Energietechnologien und -dienstleistungen werden bei der Verbesserung der Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen beraten.
  • Tunesische Energieverbraucher werden informiert, wie sie erneuerbare Energien nutzen, Energie einsparen und entsprechende Förderinstrumente in Anspruch nehmen können.
  • Ingenieurbüros, Privatunternehmen, Architekten und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung werden durch Fortbildungen in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz qualifiziert.
  • Im Rahmen von öffentlich-privaten Entwicklungspartnerschaften unterstützt das Projekt europäische und tunesische Unternehmen beim Transfer nachhaltiger Energietechnologien.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Das Projekt trägt dazu bei, den Verbrauch fossiler Energien wie Erdöl und Erdgas zu verringern und damit die Energiekosten für Regierung, Privatwirtschaft und andere Energieverbraucher zu reduzieren. Wirtschaftliche Aktivitäten werden stimuliert und neue Arbeitsplätze geschaffen. Durch die Verringerung  von Schadstoffemissionen wird die Luftqualität in Tunesien verbessert und ein Beitrag zum Schutz des weltweiten Klimas geleistet.

  • Für die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz wurde ein rechtlicher Rahmen mit entsprechenden, neuen staatlichen Förderinstrumenten geschaffen.
  • Seit 2009 besteht erstmals die Möglichkeit für tunesische Haushalte und Privatunternehmen, Elektrizität aus erneuerbaren Energien für den Eigenbedarf zu produzieren und Überschüsse gegen eine Vergütung ins nationale Stromnetz einzuspeisen.
  • Die Qualität der Dienstleistungen der Nationalen Energieagentur wurde erheblich verbessert. Der Aufbau eines Netzwerks von Regionalbüros hat eine Dezentralisierung dieser Dienstleistungen ermöglicht.
  • Seit 2004 konnten durch Maßnahmen zu Energiesubstitution und Effizienzverbesserung über 4.400 Kilotonnen Öleinheiten an fossiler Energie eingespart werden.
  • Im Bereich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz wurden über 3.500 neue Arbeitsplätze geschaffen.

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Weiterführende Informationen


Ansprechpartner


Ulrich Laumanns
E-Mail: ulrich.laumanns@giz.de