Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kroatien
Politischer Träger: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Unternehmertum der Republik Kroatien
Gesamtlaufzeit: Januar 2005 bis Dezember 2009

Ausgangssituation

Kompetenzzentrum für die Holzwirtschaft in Zadar

In Kroatien wurde das positive Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre vor allem von der prosperierenden Küstenregion und den urbanen Zentren in der Region Zagreb getragen. Die Einkommensunterschiede zwischen der Küstenregion und den strukturschwachen Standorten im Innern des Landes nehmen zu. Sektor- und Branchenanalysen bestätigen, dass viele mittelständische Unternehmen einen Beitritt zur Europäischen Union (EU) wirtschaftlich nicht überstehen werden. Hohe Kosten, eine niedrige Produktivität und unzureichende Qualität beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit von Waren und Dienstleistungen auf den heimischen, regionalen und internationalen Märkten. Staatliche Förderung und private Unternehmensdienstleistungen reichen nicht aus, um die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen in der verbleibenden Zeit bis zum EU-Beitritt entscheidend zu verbessern.

Ziel

Unternehmensorientierte Dienstleistungsangebote zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) schaffen günstige Rahmenbedingungen und verbessern die Wettbewerbsfähigkeit in ausgewählten Sektoren und Regionen.

Vorgehensweise

Das Projekt berät die Regierung bei der Umsetzung des „Nationalen Programms zur Integration der Republik Kroatien in die EU“. Mit Unterstützung der GTZ bauen das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Unternehmertum sowie die kroatischen Wirtschafts- und Tourismusverbände marktwirtschaftlich orientierte KMU-Förderstrukturen auf. Förderkonzepte und -instrumente werden gemeinsam entwickelt. Zu den Komponenten des Tourismus- und Wirtschaftsförderungsprogramms zählen:

  • Aufbau eines Kompetenzzentrums für die Holz- und Möbelwirtschaft
  • Entwicklung und Vermarktung des naturnahen Tourismus in strukturschwachen Gebieten
  • Förderung von Unternehmenskooperationen (Cluster)

Zusätzlich werden Partnerschaften zwischen Fachverbänden im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Programms initiiert und gefördert.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Durch die Förderung des Radtourismus entlang der Flüsse Slawoniens entstehen zahlreiche neue Tourismusbetriebe. So verdreifachte sich die Anzahl der „Bike&Bed“-Pensionen in diesem Raum innerhalb der letzten beiden Jahre. Dadurch finden die Menschen in diesem strukturschwachen Gebiet neue Einkommensquellen.
Die Beratung des Naturparks Lonjsko Polje in Westslawonien bei der Erstellung und Umsetzung eines Marketingplans führte zur Entwicklung neuer touristischer Angebote im Naturpark. Die Besucherzahlen steigen kontinuierlich an und führen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in dieser stark von Abwanderung betroffenen Region.

Ein vom Projekt in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium entwickeltes Handbuch zum Clustermanagement unterstützt kroatische Clustermanagerinnen und -manager bei ihrer täglichen Arbeit. Das Handbuch wird auch von anderen Ländern nachgefragt und wurde in mehreren Sprachen aufgelegt.

Radtouristen in Slawonien

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Ansprechpartner


Frau Karin Hörhan
E-Mail: karin.hoerhan@giz.de