Good Governance

Good Governance steht für leistungsfähige politische Institutionen sowie einen verantwortungsvollen Umgang des Staates mit politischer Macht und öffentlichen Ressourcen. Im Kern geht es um das Zusammenspiel von Demokratie, Sozial- und Rechtsstaatlichkeit. Damit geht Good Governance über den staatlichen Bereich hinaus und schließt auch alle anderen Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft mit ein. Handlungsleitend für Good Governance sind die Menschenrechte sowie rechtsstaatliche und demokratische Prinzipien, wie zum Beispiel die gleichberechtigte politische Beteiligung aller. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Bedürfnissen von Schwachen.

Spätestens in der Millenniumserklärung der Vereinten Nationen erzielte die internationale Gemeinschaft einen Konsens: Good Governance ist einerseits ein Ziel an sich, andererseits eine wichtige Voraussetzung für menschliche Entwicklung und den Erfolg von Armutsbekämpfung und Friedenssicherung.

Die Förderung von Good Governance ist ein zentrales Anliegen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und damit ein wichtiges Handlungsfeld der GIZ. Das Engagement der GIZ im Bereich Good Governance umfasst die Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Menschenrechte sind dabei von besonderer Bedeutung, vor allem die Rechte der Frauen. Die GIZ ist tätig im Bereich Recht und Justiz, engagiert sich im Kampf gegen Korruption und fördert den verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Finanzen. Sie unterstützt Staats- und Verwaltungsreformen, die Dezentralisierung und Regionalisierung staatlicher Macht sowie die Entwicklung von Kommunen und Städten. Dabei unterstützt die GIZ lokal angepasste Ansätze und arbeitet nicht nur mit staatlichen Institutionen zusammen, sondern fördert auch Akteure der Zivilgesellschaft.


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Transformation – Veränderungsprozesse als Herausforderungen für Good Governance im 21. Jahrhundert