Förderung von Berufsbildung und Arbeitsmarkt in den Palästinensischen Gebieten

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm zur Förderung von Berufsbildung und Arbeitsmarkt in den Palästinensischen Gebieten
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Palästinensische Gebiete
Politischer Träger: Palästinensisches Bildungsministerium, palästinensisches Arbeitsministerium
Gesamtlaufzeit: 2008 bis 2011

Ausgangssituation

Das palästinensische Berufsbildungssystem kann den Arbeitsmarkt derzeit weder mit Fachkräften für den eigenen Arbeitsmarkt versorgen, noch kann es Fachkräfte nachfragegerecht ausbilden, damit sie – auch in angrenzenden Ländern - Arbeit finden können. Das Berufsbildungs- und Arbeitsmarktsystem ist ebenfalls nicht in der Lage, in Krisensituationen beschäftigungsfähige Arbeitskräfte für den möglichen wirtschaftlichen Aufschwung bereit zu halten. Die Menschen haben Schwierigkeiten, Beschäftigungsfähigkeit zu erlangen und sie zu erhalten und sich aktiv am Arbeitsmarkt zu positionieren.

Ziel

Eine integrierte Berufsbildungs- und Arbeitsmarktstrategie ist als Bestandteil des „Palestinian Reform and Development Plan“ umgesetzt. Die Voraussetzungen für ihre kontinuierliche Weiterentwicklung sind geschaffen.

Vorgehensweise

Die GIZ fördert integrierte Ansätze in der Berufsbildung und für den Arbeitsmarkt. Das Konzept basiert auf einer umfassenden Berufsbildungsstrategie sowie einer Arbeitsmarktstrategie. Die Berufsbildungsstrategie umfasst auch sämtliche arbeitsmarkt- und beschäftigungsrelevanten Bereiche. Die Arbeitsmarktstrategie fördert insbesondere die Beschäftigung von Jugendlichen und verbindet Arbeitsnachfrage und -angebot.

Um beide Strategien umzusetzen, werden an bis zu vier Standorten Pilotvorhaben durchgeführt. Sie implementieren in einem integrierten Ansatz Instrumente der Strategien. Institutionen werden gefördert, die Dienstleistungen des Berufsbildungs- und Arbeitsmarkts anbieten. Das Vorhaben arbeitet landesweit und verfolgt einen Multi-Stakeholder-Ansatz. Eine gemeinsame Plattform aller Akteure ist als Instrument vorgesehen.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Nachhaltige Entwicklung ist auch in einer von Konflikten und politischer Instabilität geprägten Region ein Kernanliegen der GIZ. Bisher wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Das Vorhaben hat die Durchführungsinstitutionen personell und institutionell nachhaltig verstärkt (Capacity Development). So werden in den Ministerien für Arbeit und Erziehung die Kompetenzen des Personals für berufliche Bildung und Arbeitsmarktdienstleistungen erweitert.
  • Die Arbeitskonzepte und -pläne der einzelnen Themen der Berufsbildungsstrategie wurden von thematischen Arbeitsgruppen entwickelt und von den Ministerien abgenommen.
  • An den Standorten Nablus, Ramallah, Bethlehem und Hebron sind „Local Employment and TVET Councils“ unter der Leitung des Gouverneurs eingerichtet worden, die regelmäßig tagen. In Gaza-Stadt befindet sich ein weiterer Council im Aufbau.
  • Systemisch angelegte Weiterbildungskonzepte für Lehrer, Fachpraxislehrer, Berufsberater und das Personal der Arbeitsvermittlung sowie Konzepte für effizientere Arbeitsmarktdienstleistungen wurden entwickelt und werden derzeit implementiert.
  • Ein TA-Pooling für die Unterstützung des TVET Programms wurde unter Beteiligung der GIZ, der Belgischen Entwicklungszusammenarbeit (BTC) und der Ministerien für Arbeit und Erziehung eingerichtet. Mit der Welfare Association konnte ein weiterer Partner gewonnen werden.
  • Die Strategien für Berufsbildung und Arbeitsmarkt wurden entwickelt und von den Ministerien für Arbeit und Bildung unterschrieben.

Weiterführende Informationen