Stahlrecycling in Südamerika

Schrottsammler in einer Halle in Brasilien

Qualifizierung von Kleinstzulieferern - eine Investition, die sich für alle Seiten lohnt

Wie viele Stahlproduzenten setzt der brasilianische Stahlkonzern Gerdau zunehmend auf Recycling, um seine Nachfrage langfristig decken zu können. Große Teile des Altmetalls bezieht das Familienunternehmen allerdings von lokalen Schrottsammlern, die meist informell unter schlechten Bedingungen arbeiten. Oftmals hat das gelieferte Material nicht die nötige Qualität für die Weiterverarbeitung. In einer strategischen Allianz investieren Gerdau und die GIZ im Auftrag des BMZ daher in Brasilien, Chile, Peru und Uruguay bis 2013 rund drei Millionen Euro in die Aus- und Weiterbildungder Sammler. Ziel ist es, die Geschäftsbeziehung zwischen stabil und verlässlich zu gestalten.

Seit 2010 lernen die Kleinstzulieferer in Schulungen, wie sie gewinnversprechende Altmetalle erkennen, trennen und sortieren können. Auch Arbeitsschutz steht auf dem Lehrplan.  Die Sammler erhalten von Gerdau nun feste Preise pro Kilogramm und organisieren sich in Gemeinschaften, um ihr Geschäft auf feste Füße zu stellen. Diese Stabilität hat auch für Gerdau Vorteile: das Unternehmen kann sich auf die Zulieferer und die Qualität verlassen und so die Produktion steigern.



Weitere Informationen zum Projekt