Versicherung hilft bei Ernteausfall

Von einem Satelliten erzeugtes Bild von einem Testfeld in Deutschland (Farben zeigen Biomasse an)

Modernste Technik als Basis für Versicherungslösung

Mit einer Mikroversicherung und moderner Satellitentechnik wollen die Allianz Re und die GIZ künftig rund fünf Millionen asiatische Kleinbauern gegen Ernteausfälle absichern.   Ein einzelner Sturm kann für Millionen asiatische Reisbauern das Aus bedeuten: durch eine ausgefallene Ernte verlieren sie und ihre Familien die Existenzgrundlage. Um das zu ändern, möchte der Versicherer Allianz Re eine für die Bauern erschwingliche Versicherungslösung anbieten. Als Berechnungsgrundlage sollen präzise Daten über Wetterverhältnisse und erwartete Erntemengen dienen. Diese Bilder zum Zustand der Felder liefert ein neuartiges Verfahren der Firma sarmap über Satelliten und Sensoren.

Unterstützt von der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit und in Zusammenarbeit mit der GIZ will die Allianz Re die Lösung in sieben asiatischen Ländern anbieten. Rund 30 Millionen Menschen könnten sich dadurch besser gegen Ernteausfälle schützen. Die GIZ bringt im Auftrag des BMZ ihre jahrelange Erfahrungen in den Ländern ein, qualifiziert die Verantwortlichen vor Ort und managt die Kommunikation mit den lokalen Behörden. Auch das internationale Reisforschungsinstitut IRRI ist beteiligt, denn langfristig soll eine weltweite Datenbank zum Reisanbau entstehen. In naher Zukunft könnte diese auch den Menschen in Südamerika und Afrika eine bessere Planung beim Anbau und höhere Erträge ermöglichen.