„Wasser marsch!“ auf Sansibar

Einweihung der Pilotanlage auf Sansibar

In den Gebieten Michamvi und Kijito Upele sorgen drei deutsche Mittelständler für eine sichere und saubere Trinkwasserversorgung

Sansibar gehört zu den wasserärmsten Regionen der Welt; es gibt dort nur achteinhalb Regentage pro Monat. Besonders betroffen sind küstennahe Regionen, wo bestehende Brunnen auf Grund von zunehmender Grundwasserversalzung seit Jahren nicht mehr genutzt werden können, sowie urbane Siedlungsgebiete in denen anthropogen verursachte Verschmutzungen das wertvolle Grundwasser mit Keimen belasten. So müssen vielerorts vor allem Frauen und Kinder weite Strecken bis zur nächsten Entnahmestelle zurücklegen.

Die UST Umwelt Systemtechnik GmbH, die GeoConsult Ingenieurgesellschaft für Umweltschutz und Geotechnik mbH und die Lithec GmbH sind Experten in den Bereichen Wasseraufbereitung, Messtechnik und Brunnenbau. Sie setzen gemeinsam mit der GIZ eine develoPPP.de-Entwicklungspartnerschaft um, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wird. So wollen die Partner mit ihrem geballten Know-how die Trinkwassersituation auf Sansibar verbessern. In Kooperation mit der lokalen Wasserbehörde wurden beispielhaft zwei Projektgebiete ausgewählt um die skalierbare Lösung für die anstehenden Probleme zu entwickeln.

Gemeinsam errichteten die Partner eine Pilotanlage zur Wasseraufbereitung und -entsalzung. Seit Februar 2015 sorgt sie in Michamvi für rund fünf Liter sauberes Trinkwasser pro Tag und Einwohner. In Kijito Upele installierten die Mittelständler eine weitere Anlage, in der das verunreinigte Grundwasser mithilfe spezieller Aufbereitungstechnologien wieder nutzbar gemacht wird. Ein tragfähiges Betreibermodell stellt sicher, dass beide Anlagen kostendeckend zu bewirtschaften sind und für die Bevölkerung bezahlbare Preise garantieren. Und damit die Anlagen auch langfristig gewartet werden können, schulten die Partner Fachkräfte an einem örtlichen Bildungsinstitut.

So haben GeoConsult, UST und Lithec die besten Voraussetzungen für ein langfristiges Bestehen auf dem Markt in Sansibar geschaffen: Sie haben sich in der Region einen Namen gemacht, wichtige Kontakte geknüpft und ihre Technologie inklusive Know-how an den Mann gebracht. Und fast wie nebenbei haben sie damit den Menschen in den Projektregionen deutlich mehr Lebensqualität geschenkt – durch Zugang zum wichtigsten Gut überhaupt: sauberem Wasser.

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