Risk Award der Münchener Rück Stiftung

Preis für innovative Vorschläge zur Katastrophenvorsorge geht an GIZ und Partner

Content related image Wasserstandsanzeiger in Mosambik

Es war eine gute Nachricht für die Bewohner der mosambikanischen Küstenstadt Beira: Der mit 100.000 Euro dotierte RISK Award geht an ein Projekt, das ihre Stadt vor den Folgen des Klimawandels und vor Sturmfluten schützen soll. Der gemeinsame Vorschlag von GIZ, IP Consult/AMBERO Consulting und dem mosambikanische Katastrophenschutzinstitut wurde im August auf der 4th International Disaster and Risk Conference in Davos prämiert.

Der RISK Award wird gemeinsam von der Münchener Rück Stiftung, dem UN-Sekretariat für die Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge (UN-ISDR) und dem Global Risk Forum Davos verliehen. Für die GIZ und ihre Partner ist er nicht nur eine Auszeichnung, sondern zugleich ein Arbeitsauftrag: Mit dem Preisgeld werden nun bis Ende des Jahres die vorgeschlagenen Maßnahmen in Beira umgesetzt. Dort arbeiten GIZ und IP Consult/AMBERO schon seit 2007 im Auftrag der Deutschen Bundesregierung an Frühwarnsystemen, die mit einfachster Technik funktionieren, aber hoch effektiv sind. Sie können von den Bewohnern der gefährdeten Stadtbezirke selbst bedient werden, und das System lässt sich kostengünstig auf andere Küstenstädte übertragen.

Beira ist nach Maputo die zweitgrößte Stadt Mosambiks und verfügt über den wichtigsten Hafen des Landes. Über ihn wird ein Großteil der Rohstoffexporte abgewickelt, z.B. aus den großen Kohlevorkommen im Landesinneren. Zugleich endet hier die Bahnverbindung, die Harare, die Hauptstadt des Nachbarlandes Simbabwe, mit dem Indischen Ozean verbindet. Insbesondere in den Armenvierteln von Beira steigt die Bevölkerungszahl rasant, doch das Entwässerungssystem ist unzureichend. Bei Starkregen, Zyklonen oder Sturmfluten treten die Abwasserkanäle über die Ufer, blitzartige Überflutungen können die Folge sein. Das Projekt sieht eine Stärkung der lokalen Frühwarnkommittees und die Durchführung von Trainings und Notfallsimulationen vor, in die auch die zuständigen Behörden auf lokaler und nationaler Ebene eingebunden werden.