Bessere Lebensbedingungen für Vanillebauern in Madagaskar

Unilever, Symrise und die GIZ arbeiten in einer gemeinsamen Strategischen Allianz daran, die Lebensbedingungen von Vanillebauern auf Madagaskar zu verbessern.

Vanillebestäubung

Knapp 80 Prozent der weltweit produzierten Vanille kommt von der Gewürzinsel Madagaskar. Vanille ist dort eine wichtige Einkommensquelle für Kleinbauern und deren Familien. Die GIZ und der Aromenhersteller Symrise haben bereits zwischen 2010 und 2012 erfolgreich zusammengearbeitet, um 500 Vanillebauern zu nachhaltigen landwirtschaftlichen Anbaumethoden, Prinzipien des fairen Handels und Grundlagen der Zertifizierung und Vermarktung zu schulen.

Mit Erfolg: Die 500 Bauern konnten ihr Einkommen um durchschnittlich 24 Prozent steigern. Der erfolgreiche Ansatz wird nun ausgebaut und zusammen mit Unilever weitergeführt. Ziel ist es, die wirtschaftliche Lage von rund 4.000 Vanillebauern und deren Familien in der Sava-Region Madagaskars zu verbessern.

Die neue Entwicklungspartnerschaft von GIZ, Symrise und Unilever ist auf drei Jahre angelegt und wird im Rahmen des Programms develoPPP.de des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Die Bauern profitieren von Schulungen zu nachhaltigen Anbaumethoden, um den Vanille-Ertrag zu erhöhen und weitere Feldfrüchte anzubauen. Dadurch können sie mehr Geld mit der Vanille verdienen, ihre eigene Nahrungsmittelversorgung verbessern und in weniger ergiebigen Perioden andere Ernteprodukte verkaufen.

 Die GIZ entwickelt beispielsweise Schulungsmaterialien für die Vanillebauern und sichert die Qualität der Trainings. Darüber hinaus sollen landwirtschaftliche Fachschulen zur Ausbildung von jungen Menschen zu Vanillebauern entstehen. Durch die Schulung von Lehrern und die Bereitstellung von Unterrichtsmaterial trägt es außerdem dazu bei, in den Grundschulen die Aufklärung zu Umweltthemen zu verbessern.