Schulterschluss zwischen Biogaswirtschaft und Internationaler Zusammenarbeit

Stefan Opitz und Horst Seide, Präsident Fachverband Biogas

Fachverband Biogas und GIZ unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Berlin. Der Fachverband Biogas e.V. (FvB) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH haben am 20. Februar 2014 in Berlin eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, welche die schon bestehende Kooperation nahtlos fortsetzt.

Ziel der Vereinbarung ist eine gemeinsame Förderung der Biogasnutzung in Entwicklungs- und Schwellenländern. Beide Seiten können dafür auf langjährige Erfahrungen und regionale Netzwerke in aller Welt zurückgreifen. Der FvB und die GIZ haben bereits in der Vergangenheit miteinander kooperiert – zum Beispiel bei der Verbesserung der Biomassenutzung in China und bei der Durchführung von gemeinsamen Branchenveranstaltungen. Als mögliche Kooperationsfelder für die Zukunft sehen der FvB und die GIZ etwa die gemeinsame Initiierung von Biogasprojekten und die Förderung von beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Biogasunternehmen suchen Weg in neue Märkte

Deutschland ist Biogasland Nr. 1: Von den 13.800 Biogasanlagen in der EU stehen über 8.000 in der Bundesrepublik. Nachdem im Jahr 2012 durch die dritte Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Vergütungssätze für Biogasanlagen zurückgingen, suchen die Unternehmen der Biogasbranche vermehrt den Weg in neue Märkte. Und diese liegen oft nicht vor der Haustüre, sondern in Entwicklungs- und Schwellenländern.

„Gerade in Zeiten, in denen sich das Inlandsgeschäft für Biogas rückläufig entwickelt, wollen wir verstärkt die Perspektiven der Branche im internationalen Kontext aufzeigen. Durch die Zusammenarbeit mit der GIZ nutzen wir die Synergien zwischen beiden Organisationen und fördern so die Internationalisierung der Branche“, sagt der Hauptgeschäftsführer des FvB, Dr. Claudius da Costa Gomez.

„Unser Ziel ist es, einen Beitrag zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung sowie zum Klima- und Umweltschutz zu leisten. Dabei können wir die jahrelange praktische Erfahrung des Fachverbandes und seiner Mitgliedsunternehmen gut gebrauchen“, ist sich Stefan Opitz, Abteilungsleiter Wasser, Energie, Transport der GIZ, sicher.

EZ-Scout verbindet Wirtschaft und Internationale Zusammenarbeit gewinnbringend

Um die geplante Zusammenarbeit auch personell zu unterstützen, hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen EZ-Scout zum Biogasverband entsandt. Dieser unterstützt seit August 2013 den Verband und dessen Mitgliedsunternehmen beim Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern und dient so als Mittler zwischen Internationaler Zusammenarbeit und Wirtschaft.