GIZ und DIHK erneuern Kooperation

Sie stellt die Weichen für die künftige Kooperation und ist Ausdruck von 15 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit: Am 6. Februar wurde in Berlin die neue Kooperationsvereinbarung zwischen der GIZ und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unterzeichnet.

Als Dachorganisation der deutschen Industrie- und Handelskammern (IHK) koordiniert der DIHK auch das Netzwerk der deutschen Auslandshandelskammern (AHK) in mehr als 90 Ländern – darunter viele Länder, in denen die deutsche Entwicklungszusammenarbeit aktiv ist. Was GIZ und AHKs als Partner gemeinsam leisten, zeigen drei aktuelle Kooperationsbeispiele.

Umwelttechnologien fördern in Zentralamerika
Costa Rica möchte bis 2020 klimaneutral sein und Mexiko steckt mitten in einer weitreichenden Energiereform - Mittelamerika steht vor entwicklungspolitischen Herausforderungen, bietet aber auch zahlreiche wirtschaftliche Potenziale im Bereich der Umwelttechnologie. Genau dort setzt „COPLAN“, das innovative Kooperationsprojekt zwischen der GIZ, der AHK Mexiko und der AHK Zentralamerika/Karibik an. Die überregionale und branchenübergreifende Kooperationsplattform fördert seit 2012 den Transfer von Umwelt- und Klimatechnologien und die für den Aufbau einer Green Economy notwendige Expertise in der Region. Die AHKs bringen hierbei ihre Erfahrung als Dienstleister in der Außenwirtschaftsförderung ein, die GIZ ihre Fachexpertise in Branchen wie der Wasser-, Energie- und Abfallwirtschaft.

Aufbau von Kammerstrukturen in Subsahara-Afrika
Mosambik ist reich an Rohstoffen, doch die Bevölkerung profitiert davon kaum. Es fehlen Investitionen in lokale Wertschöpfungsketten, praxisnahe Ausbildungssysteme und angepasste Technologien. Um nachhaltiges unternehmerisches Engagement vor Ort zu fördern, baut Dr. Friedrich Kaufmann als Integrierte Fachkraft im CIM-AHK-Programm eine Außenstelle der AHK Südliches Afrika in Maputo auf. Er begleitet deutsche Unternehmen ins Land, bietet ihnen entwicklungspolitische Beratung und arbeitet dabei eng mit dem lokalen GIZ-Vorhaben zur Nachhaltigen Wirtschaftsförderung zusammen. Als offizielle Vertretung der Wirtschaft hat die AHK-Außenstelle eine bedeutende Stimme im Dialog mit der mosambikanischen Regierung und kann gemeinsam mit der GIZ und der Deutschen Botschaft wichtige Reformen anstoßen.

Korruptionsprävention in der Mercusor-Region
Unter dem Motto "¡De empresas para empresas!" organisiert das deutsche Global Compact Netzwerk (DGCN) gemeinsam mit den AHKs Uruguay, Paraguay und Brasilien Trainings zum Thema Korruptionsprävention in verschiedenen Städten der MERCOSUR-Region. Ziel der Fortbildungen ist es, Vertreter großer Firmen zu Compliance-Coaches auszubilden, damit diese in Zukunft kleine und mittelständische Unternehmen in der Region bei der Umsetzung wirksamer Systeme zur Korruptionsprävention unterstützen. Darüber hinaus sollen Compliance Desks als künftige Dienstleistung an den beteiligten AHKs etabliert werden.

Die Neufassung der Kooperationsvereinbarung ist Ausdruck der gewachsenen Partnerschaft zwischen GIZ und DIHK seit der ersten Kooperationsvereinbarung aus dem Jahr 2010. Sie berücksichtigt insbesondere auch neue Kooperationsmöglichkeiten, die sich aus der Fusion der Vorgängerinstitutionen der GIZ und ihrem erweiterten Gesellschaftszweck ergeben.

Kontakt

Dr. Bernhard von der Haar
bernhard.haar@giz.de
Telefon: +49 6196 79-6145

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