Responsible & Inclusive Business Hubs

Solarbeleuchtung im Senegal

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH kooperiert mit Unternehmen in den Bereichen nachhaltige Entwicklung und Inclusive Business. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die GIZ ein globales Netzwerk an Responsible and Inclusive Business Hubs (RIBHs) in der MENA-Region (Amman, Jordanien; vormals Kairo, Ägypten), in Südostasien (Jakarta, Indonesien) und in der Region der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) (Pretoria, Südafrika) etabliert.

Weltweit leben vier Milliarden Menschen von weniger als acht US-$ am Tag. Die Einbeziehung dieser sogenannten Base of the Pyramid (BoP) als Produzenten, Geschäftspartner oder Konsumenten in unternehmerische Wertschöpfungsketten bietet mit einem geschätzten Marktvolumen von fünf Billionen US-$ ein enormes Marktpotenzial. Ansätze wie breitenwirksame Geschäftsmodelle (Inclusive Business) bieten Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, Menschen am unteren Ende der Einkommenspyramide als neues Marktsegment zu erschließen. Durch neue Einkommensmöglichkeiten sowie Zugang zu innovativen Produkten und Dienstleistungen kann die Lebenssituation von Niedrigeinkommenshaushalten nachhaltig verbessert werden. Unternehmen stehen bei der Erschließung dieser Märkte jedoch vor zahlreichen Herausforderungen, beispielsweise unzureichende rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen, fehlendes Marktwissen und fehlender Zugang zu Partner- und Unterstützungsstrukturen.

Ziel der RIBHs ist es, eine Win-win-Situation zu schaffen, in der Menschen aus der BoP (Base of the Pyramid) durch Inclusive Business-Modelle in das Kerngeschäft von Unternehmen integriert werden. Zur Gestaltung nachhaltiger und inklusiver Geschäftsaktivitäten entwickeln die RIBHs Trainings- und Beratungsformate und setzen sie modellhaft um. Sie unterstützen sowohl etablierte Unternehmen als auch Sozialunternehmen bei der Entwicklung von IB-Modellen und vernetzen diese mit relevanten Akteuren. Mit ihrem Angebot im Bereich Impact Entrepreneurship entwickeln die RIBHs Unterstützungsformate für Start-Ups und Unternehmensgründer, um innovative und wirkungsorientierte Geschäftsmodelle zu fördern und das entsprechende unternehmerische Ökosystem zu stärken. Die RIBHs fungieren als Mittler zwischen deutscher Entwicklungszusammenarbeit (EZ), lokalen und internationalen Unternehmen und Intermediären vor Ort.

Bislang kooperieren die RIBHs mit über 20 Firmen und Sozialunternehmen und erproben gemeinsam breitenwirksame Geschäftsmodelle. Außerdem wurden verschiedene Formate wie Start-Up Labs und Bootcamps zur Entwicklung von Kompetenzen, Ressourcen und Leistungsfähigkeit konzipiert und mit mehreren hundert Teilnehmern umgesetzt. Die RIBHs haben an ihren Standorten in Südafrika, Indonesien sowie Ägypten und Jordanien Netzwerke aufgebaut und sind Wegbereiter für verantwortungsbewusste, breitenwirksame Geschäftsmodelle und Impact Entrepreneurship.

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RIBH MENA

Der RIBH MENA (seit Oktober 2016 in Amman, Jordanien; bis dahin in Kairo, Ägypten, wo die Angebote des Hubs nun in die bilateralen Strukturen der GIZ vor Ort übernommen wurden) entwickelt und pilotiert IB-Modelle und Nachhaltigkeitskonzepte mit Unternehmen in der Region Middle East and North Africa (MENA). Durch die enge Kooperation mit maßgeblichen Akteuren, unterstützt der RIBH MENA vor allem lokale kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), Start-Ups und Unternehmensgründer. Der Hub führt Veranstaltungen zur Sensibilisierung und Netzwerkbildung durch, wie beispielsweise das Programm Accelerate MENA mit dem Impact Hub Netzwerk. Darüber hinaus setzt das Team Pilotprojekte in Kooperation mit größeren Unternehmen um, beispielsweise das Sustainable Start Up Lab gemeinsam mit PricewaterhouseCoopers und Cleantech Arabia. Themen und Sektoren sind vor allem Tourismus, Landwirtschaft und erneuerbare Energien.

Kontakt
Maja Rotter
maja.rotter@giz.de

Accelerate MENA Unternehmerreise nach Jordanien Facebook Issuu
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RIBH SADC

Thematische Schwerpunkte in der SADC-Region sind Ernährung und Landwirtschaft sowie die Einbindung lokaler Kommunen in den nachhaltigen Tourismus. Durch seine Aktivitäten konnte der RIBH beispielsweise verschiedene Bauernkooperativen erfolgreich zu Qualitätsmanagement, Biolandwirtschaft und Verknüpfung von Angebot und Nachfrage trainieren.

Kontakt
Annamarie Grobler
annamarie.grobler@giz.de

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RIBH SEA

Das RIBH-Team in Südostasien (Jakarta, Indonesien) konzentrierte sich auf die Beratung und Gestaltung inklusiver Geschäftsmodelle im Agrar- und Tourismussektor sowie in der Branche innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien. Außerdem unterstützte es Mitgliedsunternehmen der größten Arbeitgeberorganisation Indonesiens bei der strategischen Ausrichtung ihrer Aktivitäten zur sozial verantwortungsvollen Unternehmensführung und erarbeitete mit ihnen Potenziale für inklusive Geschäftsmodelle, die langfristig von den Unternehmen durchgeführt werden sollen. Die Angebote des Hub sind Ende 2016 in die bilateralen Strukturen der GIZ in Indonesien übernommen worden.

Kontakt
Maren Breuer
maren.breuer@giz.de