Ausgezeichnet: Energieeffizienz in der Unternehmenspraxis

Um die Ziele des Klimaschutzes zu erreichen, müssen alle an einem Strang ziehen: Wie das global und zum Vorteil aller Seiten gelingen kann, zeigt die Weiterbildung zum Europäischen Energiemanager.

Preisverleihung EUREM Indien

Yogesh Inamdar ist sichtlich stolz: Auf der 6. Internationalen EUREM-Konferenz Ende April in Prag erhielt er für sein Unternehmen Bharat Forge unter zahlreichen internationalen Wettbewerbern den ersten Preis in der Kategorie „Mittelständische Unternehmen“. Ausgezeichnet wurde sein Energiesparprojekt, mit dem das indische Schmiedeunternehmen nun jährlich 280 Tonnen weniger CO2 ausstößt. Diesen Erfolg verdankt der zertifizierte Energieeffizienzspezialist unter anderem Achim Rodewald, der als Integrierte Fachkraft an der deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in Pune / Indien arbeitet. Er wurde über das CIM-AHK-Programm der GIZ dorthin vermittelt.

Rodewald exportierte die Weiterbildung zum Europäischen Energiemanager (EUREM) an die AHK. Gemeinsam mit Experten passte er die Schulung den lokalen Gegebenheiten an, wobei die Grundidee gleich blieb: „Die Teilnehmer lernen, wie sich industrielle Energieeffizienzmaßnahmen profitabel umsetzen lassen. Sie entwickeln dabei auf ihre Unternehmen zugeschnittene Projekte, die direkt realisiert werden können.“ Mit dem international anerkannten Zertifikat werden die Experten automatisch Teil des globalen EUREM-Netzwerks. Indien ist nur ein Beispiel für diesen globalen Wissenstransfer: In sieben Entwicklungs- und Schwellenländern führten CIM-AHK-Experten die Weiterbildung bereits ein.

Der erste Preis für Bharat Forge ist auch ein Erfolg für die weltweite Verbreitung des EUREM. Wie Rodewald zusammenfasst: „Gerade in den wachsenden Industrien der Schwellen- und Entwicklungsländer lässt sich mit relativ wenig Aufwand sehr viel Energie einsparen. Über eine praxisnahe und lokal angepasste Weiterbildung wie EUREM machen wir die Unternehmen zu Botschaftern für Energieeffizienz, fördern den Technologietransfer und kommen den Klimaschutzzielen einen Schritt näher.“