Partnerschaft mit dem Handwerk gefestigt

Mit dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung am 17. Juni haben die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) ihre partnerschaftliche Zusammenarbeit bekräftigt und ein Fundament für weitere gemeinsame Aktivitäten geschaffen.

Tanja Gönner, Vorstandssprecherin der GIZ und ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags.

Das wichtigste Handlungsfeld der Vereinbarung ist die Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung. Und dabei sind deutsche Fachkräfte mit einer handwerklichen Ausbildung sowie ihren praktischen und theoretischen Qualifikationen in den Entwicklungsländern sehr gefragt. Sie werden in der Regel in den Bereichen Arbeitsmarktentwicklung sowie Berufsbildung und -förderung eingesetzt. Das heißt, sie beraten und unterstützen etwa die Berufsschulzentren in dem jeweiligen Land dabei, neue Ausbildungsgänge zu konzipieren und einzuführen.

So hat beispielsweise die Handwerkskammer Erfurt 2014 im Auftrag der GIZ 68 Berufsschullehrer aus China berufspädagogisch in den Fachrichtungen CNC-Technik, Elektrotechnik, Erneuerbare Energien, KFZ-Technik, Mechatronik sowie Metall- und Schweißtechnik weitergebildet. In den zwei- bzw. sechs- bis achtwöchigen Kursen stand vor allem die Planung und Gestaltung eines handlungsorientierten Unterrichtes im Vordergrund.

Kooperationen wie diese sollen in Zukunft noch häufiger zustande kommen: „Wir wollen uns in der entwicklungspolitischen Arbeit künftig noch gezielter unterstützen und unsere jeweiligen Erfahrungen und Kompetenzen komplementär in die Vorhaben einbringen“, so ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke.

Die GIZ ist in 130 Ländern tätig und dabei ein wichtiger Partner für das Handwerk. Der ZDH – der die Interessen von einer Million Handwerksbetriebe vertritt – und seine Mitglieder bringen vor allem umfangreiches Know-how in der beruflichen Bildung ein, die GIZ vielfältige internationale Kontakte und weltweite Kapazitäten zur Planung und Durchführung von Projekten. Die Vereinbarung wurde in dem Bewusstsein geschlossen, dass nachhaltige Entwicklungsprozesse nur durch gemeinsame Anstrengungen von Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft erfolgreich gestaltet werden können.

Michael Kleinbub, EZ-Scout beim ZDH

Kontakt

Bernhard von der Haar
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