Kontakte knüpfen mit develoPPP.de

Neue Runde des Ideenwettbewerbs für Unternehmen gestartet

Ugandische Farmer an Sammelstation bei der Erfassung und digitalen Übertragung der Erntemengen. © GIZ/Steinwand
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Uganda gehört zu den größten Kaffeeexporteuren in Afrika. Den Kaffee ernten jedoch vornehmlich Kleinbauern deren Zugang zu Märkten limitiert ist, entsprechend geringe Preise erlösen sie. Im Jahr 2005 haben sich deshalb 54.000 Kleinbauern zur Uganda Coffee Farmers Alliance (UCFA) zusammengeschlossen. Dank ihrer Größe erzielt diese höhere Preise, allerdings sind der Organisationsaufwand und damit die Verwaltungskosten hoch. Ein Software-basiertes Abrechnungssystem, wie es SAP bereits für andere Produkte entwickelt hat, würde die Arbeit sehr erleichtern. Das deutsche Unternehmen will den afrikanischen Markt erschließen, in Uganda fehlten SAP bisher jedoch die Kontakte.

Digitale Übertragung der Erntemengen an UCFA per Samrtphone-App. © GIZ/Steinwand
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Deshalb haben SAP und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH zusammen mit der UCFA im Rahmen des develoPPP.de-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein gemeinsames Projekt ins Leben gerufen. Das Projekt zielt auf höhere Einkommen für die Farmerfamilien, weniger Verwaltungsaufwand und eine transparente Administration der UCFA.

Im Rahmen der Partnerschaft hat SAP seine Basissoftware an die Bedingungen in Uganda angepasst. Für das Pilotvorhaben haben die Projektpartner zwölf Manager der UCFA ausgebildet. Mit einer App registrieren diese die von den Bauern gelieferten Kaffeemengen. Seit 2015 werden 16.000 der 54.000 Mitglieder per Software verwaltet und die UCFA kann die Erträge in Echtzeit überblicken. Die Verwaltungskosten der UCFA sind um mehr als 11 Prozent gesunken, den Bauern bleibt am Ende mehr Geld. In einem nächsten Schritt will das Projekt den Bauern ihre Erträge bargeldlos auf ihre Mobiltelefone anweisen, so erhalten diese ihren Lohn schnell und unkompliziert.

Ugandische Farmerin mit geernteten Kaffeebohnen. © GIZ/Steinwand
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SAP hat wertvolle Kontakte geknüpft und kann auf ein erfolgreiches Pilotprojekt verweisen, um sein System auch in anderen afrikanischen Ländern auf den Markt zu bringen. „Für SAP ist das develoPPP.de-Projekt ein Türöffner zu neuen Märkten. Denn unser Partner, die GIZ, besitzt Kontakte zu Ministerien, Institutionen und Bauernverbänden, die wir sonst mühsam hätten aufbauen müssen“, so Christian Merz, bei SAP für die Entwicklung neuer Märkte zuständig.

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Weitere Informationen

Möchte auch Ihr Unternehmen neue Märkte in Entwicklungs- und Schwellenländern erschließen und dabei in nachhaltige Entwicklung investieren?

Bis zum 30. September können Sie sich im Ideenwettbewerb von developpp.de um eine Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) bewerben.

Mit develoPPP.de fördert das BMZ nachhaltiges Engagement von Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Unternehmen, die sich für develoPPP.de interessieren, haben viermal im Jahr Gelegenheit, sich zu bewerben. Mehr Informationen zu den Bewerbungskriterien erhalten Sie hier:

Ideenwettbewerb von developpp.de Bewerbungskriterien Factsheet: SAP und GIZ revolutionieren die Verwaltung einer Farmerorganisation (pdf, 0.73 MB, DE)

Kontakt

develoPPP@giz.de
Telefon: +49 61 96 79-73 77

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