3. lab of tomorrow: Partnerschaft zwischen Merck und GIZ besiegelt

Im Rahmen des 3. lab of tomorrow unterzeichneten das Darmstädter Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck und die GIZ eine Absichtserklärung auf zwei Jahre für eine engere Kooperation und weitere gemeinsame labs.

Christoph Beier und Kai Beckmann (Merck) unterzeichnen die Absichtserklärung. Günter Nooke prüft, ob alles seine Richtigkeit hat. Foto: GIZ/Viktor Schanz
Christoph Beier und Kai Beckmann (Merck) unterzeichnen die Absichtserklärung. Günter Nooke prüft, ob alles seine Richtigkeit hat. Fotos: GIZ/Viktor Schanz

Gemeinsame Geschäftsideen entwickeln und erfolgreiche Projekte auf die Beine stellen: Ein Versprechen, das sich das Darmstädter Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck und die GIZ am 19. Mai im Rahmen des lab of tomorrow gaben. Dazu unterzeichneten der stellvertretende GIZ-Vorstandssprecher Christoph Beier und Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung und Chief Administration Officer von Merck, beim 3.lab of tomorrow eine Absichtserklärung über eine Kooperation auf zwei Jahre.

„Ganz im Sinne der Sustainable Development Goals geht es bei dieser Kooperation darum, Expertise, Technologien und auch finanzielle Ressourcen zu teilen und auf diese Weise einen Beitrag zu leisten, die Gesundheitsversorgung in Afrika zu verbessern. Dazu zählen auch die Durchführung weiterer lab of tomorrow zusammen mit Merck im Bereich Gesundheit“, sagte Beier.

Viele Denker auf einem Fleck beim lab of tomorrow. Foto: GIZ/Viktor Schanz
Viele Denker auf einem Fleck beim lab of tomorrow. Foto: GIZ/Viktor Schanz

Smarte Logistikideen: Medikamente per Drohne

Auch beim dritten lab erarbeiteten mehr als 50 Unternehmer und Experten, darunter Vertreter von Großkonzernen wie Siemens, SAP und Bayer, als auch Start-Up-Denker und Vertreter von NGOs Geschäftsmodelle als Lösungen für eine reale „Challenge“ eines Schwellen- oder Entwicklungslandes. Vom 17. bis zum 19. Mai ging es im Merck-Innovationszentrum in Darmstadt diesmal um intelligente Logistiklösungen für einen besseren Zugang zu Medikamenten und Diagnostik in Kenia.

Zur Veranschaulichung einer Geschäftsidee flog die Drohne eines Unternehmers über das Merck-Gelände. Foto: GIZ/Viktor Schanz
Zur Veranschaulichung einer Geschäftsidee flog die Drohne eines Unternehmers über das Merck-Gelände. Foto: GIZ/Viktor Schanz

Während des Workshops kreierten die Unternehmer aus den Bereichen Gesundheit, Pharmazie, Logistik und IT zusammen mit Experten für das Thema der Challenge anhand der Design-Thinking-Methode insgesamt zehn Geschäftsmodelle. Es entstanden IT-Ideen wie Apps oder Infoplattformen zur Übermittlung wichtiger Daten und der Möglichkeit zur Ferndiagnose. Ebenso gab es Lösungsvorschläge zur Kühlung von Medizin oder eine Onlinebestellplattform, die den Preisdruck verringern soll. Auch die Idee, lebensrettende Medikamente zukünftig mit Drohnen zu liefern, wurde präsentiert. Teilnehmer Tom Plümmer vom Start-Up Wingcopter ließ zur Veranschaulichung seine Drohne auf dem Merck-Gelände fliegen. Er selbst ist überzeugt von den Geschäftsmodellen und sagte: „Ich sehe viele Ausgangsbereiche, die sich kombinieren lassen. Es könnte eine Art Netzwerk aus Ideen entstehen, um sich gegenseitig zu bereichern und zu unterstützen.“

Doch nicht nur die Ideenentwickler, auch die Experten lobten die entstandenen Modelle: „Ich bin begeistert von der Arbeit und Energie, die hier im Raum ist“, sagte Moredreck Chibi von der WHO. „Ich freue mich jetzt schon auf die Wirkung dieser Modelle, wenn sie vollständig ausgearbeitet sind.”

Die Präsentation der Geschäftsideen vor den Gästen von Merck, BMZ und GIZ. Foto: GIZ/Viktor Schanz
Die Präsentation der Geschäftsideen vor den Gästen von Merck, BMZ und GIZ. Foto: GIZ/Viktor Schanz

Gemeinsame Antworten auf komplexe Fragen

Das Highlight des labs war auch dieses Mal die Präsentation der Geschäftsmodelle am dritten Workshoptag. Dazu gesellten sich in diesem Rahmen namhafte Gäste wie Günter Nooke, Afrikabeauftragter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin, Christoph Beier und Kai Beckmann. Auch sie ließen sich von der Energie der Teilnehmer anstecken: „Es geht darum, ein konkretes Problem zu lösen und das kann nicht vom BMZ und der GIZ allein in Angriff genommen werden. Die Unternehmer und Betroffene aus dem Partnerland müssen involviert sein, nur so können komplexe Fragestellungen beantwortet werden. Im lab of tomorrow geschieht genau das und ich bin mir sicher, dass dieser Weg die Entwicklung voran bringt“ sagte Nooke.

Das nächste lab of tomorrow wird voraussichtlich im Oktober stattfinden.

Haben Sie eine "Challenge", die durch eine Geschäftsidee gelöst werden könnte? Dann wenden Sie sich an lab-of-tomorrow@giz.de!

Das 3. lab of tomorrow im Film


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Fotos zum Lab

Die Bitte an alle Teilnehmer: Vervollständigen Sie den Satz! Günter Nooke, persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin, über das lab of tomorrow. Fotos: GIZ/Viktor Schanz

Die Bitte an alle Teilnehmer: Vervollständigen Sie den Satz! Günter Nooke, persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin, über das lab of tomorrow. Fotos: GIZ/Viktor Schanz

Jeder Gedanke und jede Idee wird beim lab dokumentiert und immer wieder gemeinsam durchdacht und erneuert. Fotos: GIZ/Viktor Schanz

Jeder Gedanke und jede Idee wird beim lab dokumentiert und immer wieder gemeinsam durchdacht und erneuert.

GIZ-Vorstandsmitglied Christoph Beier über das lab of tomorrow. Fotos: GIZ/Viktor Schanz

GIZ-Vorstandsmitglied Christoph Beier über das lab of tomorrow.

Beim lab of tomorrow geht es um Zuhören, Verstehen und das gemeinsame Denken für die perfekte Geschäftsidee. Fotos: GIZ/Viktor Schanz

Beim lab of tomorrow geht es um Zuhören, Verstehen und das gemeinsame Denken für die perfekte Geschäftsidee.

Gut gelaunt und voller Energie – die Teilnehmer des 3. lab of tomorrow in Darmstadt.

Gut gelaunt und voller Energie – die Teilnehmer des 3. lab of tomorrow in Darmstadt. 

Barbara Brune, Projektmanagerin im Bereich Medizintechnik bei der Zukunftsagentur Brandenburg, über das lab of tomorrow. Fotos: GIZ/Viktor Schanz

Barbara Brune, Projektmanagerin im Bereich Medizintechnik bei der Zukunftsagentur Brandenburg, über das lab of tomorrow.

Carsten Schmitz-Hoffmann, GIZ-Abteilungsleiter

Carsten Schmitz-Hoffmann, GIZ-Abteilungsleiter "Wirtschaft und Soziales" über das lab of tomorrow.

Das lab bietet nicht nur die Möglichkeit, zusammen Geschäftsmodelle zu entwickeln, sondern auch, längerfristige Partnerschaften einzugehen. Fotos: GIZ/Viktor Schanz

Das lab bietet nicht nur die Möglichkeit, zusammen Geschäftsmodelle zu entwickeln, sondern auch, längerfristige Partnerschaften einzugehen.

Moredrek Chibi von der WHO über das lab of tomorrow.

Moredrek Chibi von der WHO über das lab of tomorrow. 

Tom Plümmer, Drohnen-Experte vom Unternehmen Wingcopter über das lab of tomorrow. Foto: GIZ/Viktor Schanz

Tom Plümmer, Drohnen-Experte vom Unternehmen Wingcopter über das lab of tomorrow.