European Development Days 2016: Das lab of tomorrow in 75 Minuten

Die European Development Days ist Europas führendes Forum für Entwicklung und findet jährlich in Brüssel statt. In diesem Jahr war das lab of tomorrow als Miniaturversion erfolgreich vertreten.

Arbeitsgruppe während der „Brainstorming-Session“ des lab of tomorrow bei den European Development Days.
Eindrücke der „Brainstorming-Session“ des lab of tomorrow bei den European Development Days.

Normalerweise bietet das lab of tomorrow drei Tage lang Raum für kreative Ideen, die am Ende in potenziellen Geschäftsmodellen als Lösung für ein Problem eines Entwicklungslandes münden sollen. Auf den diesjährigen europäischen Entwicklungstagen (European Development Days) vom 15. - 16. Juni in Brüssel mussten gerade einmal 75 Minuten reichen, um die Grundgedanken des lab of tomorrow zu verstehen und anhand der Design-Thinking-Methode eine Fragestellung zu bearbeiten.

Miniaturausgabe mit Expertenpanel

Das Expertenpanel: v.l. Christoffer Brick (GIZ), Carsten Schmitz-Hoffmann (GIZ), Michael Gamber (Merck) und Detlef Sander (Databund e.V.)
„Das Expertenpanel über gemeinsame Chancen von Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft. (v.l. Christoffer Brick (GIZ), Carsten Schmitz-Hoffmann (GIZ), Michael Gamber (Merck) und Detlef Sander (Databund e.V.).“

Natürlich war diese lab of tomorrow-„Brainstorming-Session“ nur eine Miniaturausgabe des eigentlichen Workshops, doch auch hier bot sich die Möglichkeit, zusammen mit Coaches in vier Kleingruppen eine „Challenge“ zu bearbeiten. Bevor sich die rund 50 Teilnehmer ans Tüfteln und Austauschen machten, lieferte ein Expertenpanel unter der Moderation von Christoffer Brick (GIZ) wichtigen Input. Carsten Schmitz-Hoffmann, Leiter der Abteilung Wirtschaft und Soziales der GIZ, erklärte dem Publikum, weshalb die GIZ diesen Ansatz des labs überhaupt entwickelt hat und welchen Nutzen er bringt.

Arbeitsgruppe während der „Brainstorming-Session“ des lab of tomorrow bei den European Development Days.

Michael Gamber, Leiter des Innovationszentrums von Merck, erklärte, weshalb sich das Wissenschafts- und Technologieunternehmen am lab of tomorrow beteiligt und welche Chancen es für die Wirtschaft in der Anwendung der Design-Thinking-Methode gibt. Detlef Sander, erster Vorsitzender des Databund e.V., präsentierte abschließend sein Geschäftsmodell, das er im ersten lab of tomorrow gemeinsam mit anderen Unternehmern und Experten aus Sambia im Dezember 2015 entwickelt hatte und erklärte die weiteren Schritte bis zum lokalen Test der Idee in Samia.

Das lab im lab

Eindrücke der „Brainstorming-Session“ des lab of tomorrow bei den European Development Days.

Nach der Inputrunde bearbeiteten und präsentierten die Teilnehmer selbst eine Fragestellung. Fragen waren dabei unter anderem: Wie können Politiker und die Zivilgesellschaft mobilisiert werden, um zusammen mit Unternehmern reale „Challenges“ zu meistern? Oder: Wie können Finanziers erreicht werden, damit diese die Geschäftsmodelle, die in den labs entstehen, mit finanzieren und weiter fördern? Nach 75 Minuten zeigten nicht nur die aufgebrauchten Post-Its, dass der Einblick erfolgreich war, sondern auch die nachfolgenden Gespräche. 

Eindrücke der „Brainstorming-Session“ des lab of tomorrow bei den European Development Days.

Die zwanzigsten European Development Days fanden dieses Jahr unter dem Motto „Sustainable Development Goals in Action: Our world, our dignity, our future“, statt. Die GIZ beteiligte sich insgesamt an 18 Diskussionsrunden, „Brainstorming-Sessions“, Ständen im „Global Village“ und Workshops. Die Entwicklungstage lockten in diesem Jahr mehr als 5000 Besucher an. 

Kontakt

lab-of-tomorrow@giz.de
Telefon: +49 30 72614-311