DGCN Teilnehmerkonferenz: Offene Diskussionen und innovative Ideen

CR-Reporting, Women Empowerment und die SDGs: Die DGCN Teilnehmerkonferenz am 12. Oktober widmete sich unterschiedlichen aktuellen Schwerpunktthemen unternehmerischer Verantwortung und Nachhaltigkeit. Mehr als 100 Teilnehmende hörten nicht nur die Keynote Speech von BMJV-Staatssekretär Gerd Billen zum CSR-Richtlinie Umsetzungsgesetz, sondern näherten sich in vielen Workshops auch den komplexen Herausforderungen der Agenda 2030 – und dies auf innovative Art und Weise.

BMJV-Staatssekretär Gerd Billen informierte in seiner Keynote Speech über das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz.
BMJV-Staatssekretär Gerd Billen informierte in seiner Keynote Speech über das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz. Fotos: GIZ/Paul Hahn

Zweimal im Jahr veranstaltet das Deutsche Global Compact Netzwerk (DGCN) seine Teilnehmerkonferenz. Es werden hier nicht nur die zurückliegenden Aktivitäten rund um die zehn Prinzipien des UN Global Compact und die strategische Ausrichtung für die kommenden Monate dargelegt, sondern in Lern- und Dialogformaten auch gezielt aktuelle Nachhaltigkeitsthemen beleuchtet. Die Teilnehmer aus der Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik folgten vor wenigen Tagen trotz der herbstlichen Witterung der Einladung, um zurückliegende Erfahrungen aus der individuellen Geschäftspraxis zu teilen und neue Einsichten zu gewinnen.

Der Diskurs rund um das Thema Corporate Sustainability und Responsibility wird gegenwärtig stark vom sogenannten CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz geprägt. BMJV-Staatssekretär Gerd Billen informierte in seiner Keynote-Speech am Vormittag der Konferenz darüber, was auf Unternehmen durch das Gesetz zukommen wird. Billen betonte, dass die Richtlinie dabei helfe, CSR-Themen noch stärker in die strategischen Überlegungen von Unternehmen zu integrieren. „Wir wollen alle motivieren, nicht alle zwingen“, sagte der Staatssekretär mit Blick auf das Umsetzungsgesetz. Zudem rief er das DGCN als dafür prädestiniertes Multi-Stakeholder-Forum auf, eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen in der Umsetzung der Richtlinien bereitzustellen – eine Einladung, die gerne angenommen wurde.


Lebhafter Gedankenaustausch in den Workshops.
Lebhafter Gedankenaustausch in den Workshops. Fotos: GIZ/Paul Hahn

Im Anschluss an Staatssekretär Billens Rede begann die erste Workshop-Runde. Einige Teilnehmer befassten sich mit dem Thema CR-Reporting. Hierin ging es unter anderem darum, welche Standards, Leitlinien und Rahmenwerke für die nichtfinanzielle Berichterstattung geeignet sind. Ein zweiter Workshop thematisierte die Rolle und Bedeutung von Frauen in Lieferketten. Darin wurden Best Practices vorgestellt und die Sensibilität dafür geschaffen, dass viele Nachhaltigkeitsherausforderungen durch die Verbesserung der Lage von Frauen gelöst werden könnten.


Plenum während der DGCN Teilnehmerkonferenz im Atrium des GIZ-Hauses in Berlin.
Plenum während der DGCN Teilnehmerkonferenz im Atrium des GIZ-Hauses in Berlin. Fotos: GIZ/Paul Hahn

Nach der Mittagspause richtete sich der Fokus auf die Sustainable Development Goals (SDGs). In Kooperation mit The Do School Innovation Lab wurden in Co-Creation-Workshops Ideen reflektiert und Ansätze entwickelt, wie den Herausforderungen der in einer Umfrage mit der deutschen Wirtschaft identifizierten fünf wichtigsten SDGs 6, 8, 9, 12 und 13 begegnet werden kann. Der innovative Ansatz stieß bei den Teilnehmern auf positive Resonanz, was seinen Ausdruck in den vielfältigen Lösungsvorschlägen der Teilnehmer im abschließenden Plenum fand. Marcel Engel, Leiter der Geschäftsstelle des DGCN, zeigte sich darüber sehr erfreut. „Die Vielfalt von Themen und Formaten führte zu einem regen und konstruktiven Austausch unter den verschiedenen Stakeholdern bis in die frühen Abendstunden. Darauf werden wir aufbauen", so Engel.

Die nächste Teilnehmerkonferenz wird voraussichtlich im April 2017 stattfinden.