Unternehmerreise nach Jordanien: Geschäftschancen in der Abfall- und Recyclingwirtschaft für Flüchtlingscamps und aufnehmende Gemeinden

Vom 14. bis 17. Mai findet eine Geschäftsreise (Fact Finding Mission) nach Jordanien statt, die sich an Unternehmen im Bereich Abfall- und Recyclingwirtschaft sowie Biogas richtet.

Die steigende Bevölkerungszahl, unter anderem bedingt durch den Flüchtlingsstrom aus Syrien, stellt Jordanien aktuell vor zunehmende Herausforderungen in der Energieversorgung und der (kommunalen) Infrastruktur – neben Zugang zu Bildung und Gesundheitsvorsorge sind insbesondere nachhaltige und innovative Lösungen im Abfallmanagement und Recycling gefragt, zu denen deutsche Unternehmen mit Know-how beitragen und gleichzeitig einen neuen Markt erschließen können. Die GIZ und andere Organisationen der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit sind in Jordanien mit großem Budget und Personal vertreten. Dies ermöglicht deutschen Unternehmen Zugang zu Expertise und Entscheidungsträgern im Land. Gleichzeitig können die Unternehmen dazu beitragen, Herausforderungen in Camps und aufnehmenden Gemeinden im Zuge der syrischen Flüchtlingskrise zu bewältigen.

Während der Reise haben die Unternehmen die Gelegenheit, sich bei branchenspezifischen Exkursionen ein Bild von den Bedürfnissen und bisherigen Lösungen zu machen. Zudem werden durch Treffen mit lokalen Unternehmen, kommunalen Vertretern, Ministerien, zivilgesellschaftlichen und internationalen Organisationen Kontakte zu potenziellen (Geschäfts-) Partnern ermöglicht.

In einem halbtägigen Workshop werden Möglichkeiten für innovative Partnerschaften zwischen verschiedenen Akteuren erarbeitet. Durch die Realisierung verschiedener Lösungen heben die Unternehmen Geschäftspotenziale im Land und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur sozioökonomischen Widerstandsfähigkeit Jordaniens als eines der am meisten von der syrischen Flüchtlingskrise betroffenen Gastlandes.

Ablauf und Termin der Reise

Sonntag 14. Mai
Anreise nach Amman

Montag 15. Mai
gemeinsamer Auftakt und branchenspezifische Exkursionen

  • Besuch von flüchtlingsaufnehmenden Gemeinden im Norden Jordaniens (Treffen mit kommunalen Vertretern und Geflüchteten, Situation der Abfallversorgung vor Ort)
  • Branchenspezifische Besichtigungen: Abfallsammelstellen und Deponien, Solar Steam Generation Plant, sowie weitere nach Bedarf

Dienstag 16. Mai
Treffen mit Stakeholdern in der Abfall- und Recyclingbranche

  • Branchen-Treffen mit jordanischen Ministerien und Kommunen
  • Marktplatz mit Vertretern der GIZ, internationaler Organisationen und Finanzinstitutionen
  • Business Meetings mit jordanischen Unternehmen

Mittwoch 17. Mai
Workshop zu innovativen Partnerschaften und neuen Geschäftsmodellen

Die Reise wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH geplant und unterstützt. 

Kontakt

Responsible and Inclusive Business Hubs (RIBHs)
maren.breuer@giz.de

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