Wirtschaft trifft Entwicklung: Unternehmensreise nach Jordanien

Branchen-Programme für Erneuerbare Energien-, Abfall- und Recyclingwirtschaft sowie Umwelttechnologien, 17. bis 19. September 2017

Jordanien: Kontext und Marktchancen

Stabilität in einer krisengeschüttelten Region
Ungeachtet der jahrzehntelangen Krisen in der Region, ist das Land ein Hort der Stabilität und Sicherheit. Die steigende Bevölkerungszahl, vor allem bedingt durch Flüchtlingsströme aus den Nachbarländern - zuletzt aus Syrien - stellt Jordanien vor enorme Herausforderungen, u.a. in der Energieversorgung und im Management der privaten und industriellen Abfälle.

Unterstützung der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit
Seit Beginn der Syrienkrise hat die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ihr seit Jahren bestehendes Engagement im Land massiv verstärkt. Die jordanische Regierung und internationale Geber haben ein hohes Interesse, den Anteil erneuerbarer Energien deutlich auszubauen; diverse Programme der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit unterstützen die nationalen und kommunalen Regierungen im Aufbau eines modernen Abfallmanagements. Hierbei ist ein zentraler Bestandteil die Zusammenarbeit mit der nationalen und internationalen Wirtschaft.

Die Herausforderungen als Chancen wahrnehmen
Möglichkeiten für den deutschen Mittelstand ergeben sich vor allem in der Nutzung erneuerbarer Energien, insb. Solar, Wind und Biomasse, Biogas, in der sachgerechten Müllentsorgung und –aufbereitung sowie Umweltberatungsdienstleistungen.
Das Engagement der deutschen Wirtschaft in Jordanien kann somit nicht nur neue Marktpotenziale erschließen, zusätzlich wird dazu beigetragen, die Herausforderungen Jordaniens insgesamt sowie in Camps und aufnehmenden Gemeinden im Zuge der syrischen Flüchtlingskrise zu bewältigen.

Neue Kooperationen wagen
Das Besondere dieser Unternehmensreise nach Jordanien ist die Unterstützung durch das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und durch die Akteure der deutschen Entwicklungszusammenarbeit vor Ort. Grundsätzlich bietet das BMZ eine Vielzahl von Finanzierungs- und Förderprogrammen, die Unternehmen den Markteinstieg erleichtern und Risiken minimieren, z.B. in direkter Kooperation mit GIZ-Vorhaben vor Ort oder einer Entwicklungspartnerschaft im Rahmen des develoPPP.de Programms. Zudem sind die internationalen und jordanischen Experten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit eine wertvolle Ressource für lokale Expertise und Zugang zu Entscheidungsträgern für deutsche Unternehmen.

 

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Ziel und Ablauf der Reise

Ziel der Unternehmerreise ist es, über die Geschäftspotenziale in Jordanien und darüber hinaus über die branchenspezifischen Programme der Entwicklungszusammenarbeit vor Ort zu informieren.
Durch branchenspezifische Exkursionen können Sie sich ein konkretes Bild von Bedarfen und bisherigen Lösungsansätzen machen. Sie erhalten einen Einblick in die jeweiligen Branchen und Geschäftschancen in Jordanien sowie Informationen über Förder- und Kooperationsangebote der Entwicklungszusammenarbeit. Zudem treffen Sie relevante staatliche, privatwirtschaftliche und internationale Institutionen und erhalten die Chance, neue Geschäftspartner kennen zu lernen.

In einem halbtägigen Workshop werden gemeinsam Möglichkeiten für innovative Partnerschaften zwischen verschiedenen Akteuren erarbeitet.

 

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Vorläufiges Programm

Das Programm der Reise findet in englischer Sprache statt.

Samstag, 16.09.2017

  Individuelle Anreise der Teilnehmer/innen
20.00 Uhr
Gemeinsames Abendessen (je nach Ankunft der Teilnehmer/innen)

Sonntag, 17.09.2017

09.00 - 11.00 Uhr
Gemeinsames Frühstück und Standort-Briefing durch Organisatoren
12.00 - ca. 18.00 Uhr
Branchenspezifische Exkursionen und Projektbesuche (je nach Interesse der teilnehmenden Unternehmen):
  • Besichtigungen: Abfallsammel- und Recyclingstellen, Deponien oder EE-Anlagen
  • Besuch von flüchtlingsaufnehmenden Gemeinden oder Camps im Norden Jordaniens (Treffen mit jordanischen Kommunal-Vertretern, GIZ Programmanagern, Geflüchteten, Situation der Energie- und Abfallversorgung vor Ort)
19.00 Uhr
Empfang mit Vertretern jordanischer Unternehmen sowie der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit in der Deutschen Botschaft (tbc) 

Montag, 18.09.2017

09.00 - 11.00 Uhr
Informationsveranstaltung im GIZ German Development House Amman (Möglichkeiten für deutsche Unternehmen in Jordanien, politische Rahmenbedingungen, Portfolio und Förderprogramme der Entwicklungszusammenarbeit) mit:
  • KFW
  • GIZ
  • Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer
  • Deutsche Integrierte Fachkräfte der Jordanischen Industriekammern
  • Deutsche Botschaft
  • EBRD / EU
12.00 - 13.00 Uhr
Gemeinsames Mittagessen
13.30 - 15.00 Uhr
Branchen-Roundtable mit staatlichen Entscheidungsträgern und Wirtschaftsverbänden der Erneuerbaren Energiebranche und Abfall- und Recyclingwirtschaft
16.00 - 18.00 Uhr
Marktplatz mit Programmen und Initiativen der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit
20.00 Uhr
Gemeinsames Dinner mit jordanischen Unternehmern (in Kooperation mit den Jordanischen Industriekammern)Gemeinsames Dinner mit jordanischen Unternehmern (in Kooperation mit den Jordanischen Industriekammern)

Dienstag, 19.09.2017

08.00 Uhr
Abreise aus Amman – Transport zum Toten Meer
09.30 - 13.30 Uhr
Workshop zu innovativen Kooperationen und neuen Geschäftsmodellen
14.00 - 15.00 Uhr
Gemeinsames Mittagessen und Abschluss
Optional (und auf
eigene Kosten)
Rücktransport nach Amman
  • Weitere Nacht am Toten Meer
  • Weiterfahrt nach Petra mit Übernachtung und Besichtigung
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Organisation, Kontakt und Anmeldung


Die Reise wird von dem GIZ-Projekt „Responsible and Inclusive Business Hubs (RIBH)“ in Zusammenarbeit mit relevanten Projekten der GIZ Jordanien und in Kooperation mit der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammer sowie den Verbänden German RETech Partnership e.V., Fachverband Biogas e.V. (FvB) und Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) durchgeführt.

Für die Organisation und Durchführung der Reise werden keine Kosten erhoben. Die Reisekosten sowie Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Transport vor Ort trägt jedes teilnehmende Unternehmen selbst.
Verbindliche Anmeldung bis zum 30. Juli 2017. Für die Anmeldung, weitere Informationen und Rückfragen kontaktieren Sie bitte

Dr. Maren Breuer
maren.breuer@giz.de
+ 49 (0)228 4460 1137

Kontakt

Dr. Maren Breuer, Projektleiterin “Responsible and Inclusive Business Hubs (RIBH)”
maren.breuer@giz.de
Telefon: + 49 (0)228 4460 1137