13.03.2020

Klima- und Umweltbilanz: Knackpunkt nachhaltige Mobilität

Auf dem Weg zur Klimaneutralität 2020: Geschäftsreisen sind der größte Faktor beim Ausstoß von Treibhausgasen – und bieten das größte Einsparpotential.

Umwelt- und Klimaschutz ist das erklärte Ziel vieler Projekte, die die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in der ganzen Welt umsetzt. Dies gilt aber nicht nur für Projekte weltweit, sondern auch für das eigene Unternehmen. Das Bundesunternehmen erfasst und analysiert daher Daten zu den Auswirkungen seiner Arbeit auf das Klima und die Umwelt. Zusammengefasst sind diese Daten in der Klima- und Umweltbilanz, die für das Jahr 2018 vorliegt. Der Bericht berücksichtigt eine Vielzahl von Datenquellen, wie etwa die Abrechnung von Gebäudenebenkosten. Daher kann er derzeit erst spät im Folgejahr veröffentlicht werden. 

Größter Faktor beim Ausstoß von Treibhausgasen sind für die GIZ Geschäftsreisen, vor allem Flüge. Mehr als drei Viertel der Gesamtemissionen werden so verursacht. Entgegen der Bestrebungen des Unternehmens sind die Emissionen der GIZ in Deutschland zwischen 2016 und 2018 um 18 Prozent gestiegen. Die Gründe dafür liegen vor allem in einer wachsenden Mitarbeiterzahl (plus 39 Prozent im Vergleich zu 2016). Ein Erfolg ist dennoch zu verzeichnen: Die Emissionen pro Kopf sind in dem gleichen Zeitraum um 14 Prozent gesunken. 

Um auch die Gesamtsumme wieder zu reduzieren, setzt die GIZ bei den Geschäftsreisen an. Sie lassen sich immer öfter durch Videokonferenzen ersetzen. Mehr als 400.000 werden inzwischen jährlich durchgeführt. Sollten Beschäftigte dennoch reisen müssen, gilt prinzipiell: Bahn statt Flug, vor allem im Inland. Dennoch wird die Zahl der Geschäftsreisen weiter hoch bleiben. Denn die Beratung und Umsetzung von Projekten weltweit ist Kerngeschäft der GIZ. Flugreisen ins Ausland sind daher oft unabdingbar. Denn ohne persönlichen Kontakt mit den Partnerorganisationen und den Menschen vor Ort lassen sich die Projektziele nicht erreichen. 

Die nicht vermeidbaren Ausstöße in Deutschland werden kompensiert. Für die Jahre 2017 und 2018 läuft dafür derzeit ein Ausschreibungsverfahren zum Kauf von Zertifikaten. Ab 2020 sollen die Emissionen der GIZ im In- und Ausland, kompensiert werden. Damit würde das Gesamtunternehmen klimaneutral. 

Die Umwelt- und Klimabilanz bietet weitere Informationen über den Treibhausgasausstoß hinaus. Unter dem untenstehenden Link finden Sie weiterführende Informationen.

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