Promotion

Sie planen Ihre Promotion und würden diese gern in der GIZ umsetzen? Auf den folgenden Seiten erfahren Sie alles rund um eine Promotion und die möglichen Formen der Zusammenarbeit.

Die Entscheidung für eine Promotion ist eine grundlegende und persönliche.

Dissertationen erstrecken sich über einen langen Zeitraum (3-5 Jahre). Das macht Promovendinnen und Promovenden grundsätzlich interessant als Fachexpertinnen und Fachexperten für Themen, als Innovationsträgerinnen und Innovationsträger sowie zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der lange Zeitraum der Forschungsarbeit birgt jedoch mehrere Unwägbarkeiten, die es für die GIZ schwierig machen, diese Zusammenarbeit zu suchen. Das Thema, das jetzt noch aktuell ist, ist in zwei Jahren vielleicht schon nicht mehr interessant. Kandidatinnen und Kandidaten brechen ihr Vorhaben aus persönlichen Gründen ab oder die/der Kollegin und Kollege, der jetzt noch ein Thema fördert, hat nächstes Jahr schon im Ausland eine andere Stelle übernommen.

Eine Promotion in Zusammenarbeit mit der GIZ ist daher nur im Einzelfall sinnvoll und möglich.

Promotion bedeutet Eigeninitiative

Die GIZ ist keine Forschungsfördereinrichtung. Das bedeutet, dass es kein zentrales Budget gibt, aus dem heraus Dissertationen oder andere Forschungsarbeiten finanziert werden. Einzelne Vorhaben und Organisationseinheiten können im Einzelfall entscheiden, ob sie Teile einer Arbeit aus ihren Mitteln unterstützen möchten. Hierbei muss sich der Betreuungsaufwand auf ein möglichst geringes Maß beschränken.

Promovieren in der GIZ basiert ausschließlich auf Ihrer Eigeninitiative. Sie müssen eigenständig den Kontakt zu den Fachkolleginnen und -kollegen suchen und diese von Ihrem Vorhaben überzeugen.

Für GIZ-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter stehen bei der Begleitung einer Promovendin oder eines Promovenden folgende Fragen im Vordergrund, auf die Sie sich bei einer Kontaktaufnahme einstellen sollten:

  • Ist das Thema interessant für die Weiterentwicklung meines Arbeitsfeldes?
  • Kann ich/kann mein Vorhaben relativ zeitnah Zwischenergebnisse der Arbeit nutzen?
  • Ist die Kandidatin/der Kandidat zuverlässig? Ist zu erwarten, dass sie/er die Arbeit zu Ende führt?
  • Ist die Kandidatin/der Kandidat eigenständig? Oder nimmt der Betreuungsaufwand einen Großteil meiner Arbeitszeit in Anspruch?

In der Praxis ergeben sich Promotionskontakte in der Regel aus früheren Praktika oder anderen Beschäftigungsverhältnissen. Diese frühere Zusammenarbeit hat den Vorteil, dass GIZ-Kolleginnen und -Kollegen Kenntnisse des Unternehmens und seiner Strukturen voraussetzen und die Kandidatin/den Kandidaten persönlich einschätzen können.

Formen der Zusammenarbeit

In der Praxis haben sich 4 Arten der Zusammenarbeit mit Promovendinnen und Promovenden herauskristallisiert:

  1. Promovieren und Daten nutzen: Sie promovieren, indem Sie sich über Quellen außerhalb der GIZ finanzieren, z. B. Stipendien, Tätigkeiten am Lehrstuhl etc. und nutzen Daten der GIZ. Hierzu stimmen Sie sich eng mit der/dem thematisch verantwortlichen GIZ-Kollegin/en oder GIZ-Kollegen ab.
  2. Promovieren und als Gutachterin oder Gutachter tätig sein: Sie promovieren eigenverantwortlich und übernehmen Gutachtertätigkeiten, die mit Ihrem Thema zusammenhängen.
  3. Promovieren und 50%-Stelle als Juniorfachkraft: Sie promovieren eigenverantwortlich und finanzieren sich über eine halbe Stelle als Juniorfachkraft. Die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Promotion ist in dieser Konstellation äußerst schwierig.
  4. Promovieren im Rahmen einer Praktikantentätigkeit. Sie absolvieren bis zu 6 Monate ein Praktikum in der GIZ und nutzen in diesem Zeitraum die entsprechenden Daten.