Mitarbeiter über die GIZ

Erfahren Sie aus erster Hand, wie vielseitig und herausfordernd die Arbeit bei der GIZ ist, was unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert und wie sie ihre Arbeit erleben.

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Interview mit Jasmin Freischlad

Jasmin Freischlad
Jasmin Freischlad

Was genau machen Sie und wie kamen Sie zur GIZ?
Ich bin Fachplanerin in der Abteilung Gute Regierungsführung und Menschenrechte. Ich unterstütze von Eschborn aus GIZ-Projekte weltweit fachlich im Themenfeld Verwaltungsreform- und Modernisierung, bin in Projektevaluierungen und die Vorbereitung von Neuvorhaben eingebunden und unterstütze bei der Personalbesetzung. Mein Einstieg in die Entwicklungszusammenarbeit verlief zunächst über eine Berliner Nichtregierungsorganisation, die sich für Menschenrechte, Umwelt und Demokratie einsetzt. Dort habe ich noch während meines Studiums wichtige praktische Erfahrungen sammeln können. Über Netzwerke dieser Organisation habe ich dann eine Gutachtertätigkeit bei der Friedrich-Naumann-Stiftung in Indonesien begonnen. Nach zwei jähriger Arbeit im Bereich politischer Bildung bin ich schließlich zur GIZ gekommen. Ich war bis 2011 für die GIZ in Indonesien als Beraterin im Verwaltungsreform- und im Innenministerium tätig.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?
Einen ganz typischen Arbeitstag gibt es nicht. Ich bin erst sechs Wochen als Fachplanerin tätig, aber in dieser Zeit habe ich bereits eine zweiwöchige Projektevaluierung in Afghanistan mit durchgeführt. In Kabul habe ich fast täglich mindestens zwei afghanische Partner in den Ministerien interviewt und gemeinsam mit dem Evaluierungs- und Projektteam Stärken und Schwächen des Projekts analysiert. Dann bin ich sehr spontan für einen Kollegen für einen einwöchigen Einsatz in Indonesien eingesprungen. Dazwischen muss ich viel lesen, recherchieren und Gespräche führen, um mich auf meine Beratungsaufgaben gut vorzubereiten. Als Fachplaner ist man meistens entweder auf Dienstreise oder man arbeitet am Schreibtisch in Eschborn und schreibt Berichte und Projektvorschläge.

Wie ist es, für die GIZ zu arbeiten?
Die Globalisierung zeigt auch Auswirkungen auf die Entwicklungszusammenarbeit: Die traditionellen Arbeitsbereiche werden um neue Themen und Länder im Kontext der Internationalen Zusammenarbeit erweitert. Momentan ist daher vieles im Wandel; neue Organisationsstrukturen, Beratungsansätze- und Modelle werden entwickelt und erprobt. Es werden die Weichen für die Zukunft gestellt, es ist also gerade jetzt eine spannende Zeit bei der GIZ.

Was ist Ihre wichtigste Erfahrung, seit Sie für die GIZ arbeiten?
Zu versuchen immer bei dem zu bleiben, was einem Spaß und Freude an der Arbeit bereitet.

Ihr Rat für jemand, der in der internationalen Zusammenarbeit für die GIZ tätig werden will?
Die GIZ bietet interessante Arbeitsfelder für Experten ganz unterschiedlicher Fachrichtungen. Gleichzeitig geht es aber auch darum, erfolgreich Projekte umzusetzen und Wirkungen zu erzielen. Hierfür braucht es Menschen, die bereit sind weltweit und zum Teil in Krisenländern oder Ländern mit weit geringeren Lebensbedingungen als in Deutschland zu leben und zu arbeiten, die Führungsstärke besitzen und ihr Fachwissen in den verschiedenen Kontexten anwenden können.


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Interview mit Florian Henrich

Florian Henrich
Florian Henrich

Was genau machen Sie und wie kamen Sie zur GIZ?
Ich arbeite als Fachplaner im Kompetenzcenter Finanzsystementwicklung. Dort beschäftige ich mich vor allem mit dem Thema Mikrofinanzierung. Hier geht es insbesondere um die Frage der Verbesserung des Zugangs und der Nutzung von Basisfinanzdienstleistungen wie z.B. Sparkonten oder Kredite durch arme Haushalte und Kleinstunternehmen. Mein Job besteht vor allem darin, unsere Vorhaben in den Partnerländern, die zu diesen oder ähnlichen Fragestellungen arbeiten, zu beraten. Darüber hinaus arbeite ich verstärkt zu den Themen finanzieller Verbraucherschutz und Gender Finance.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?
Es stehen meist Treffen mit verschiedenen Kolleginnen und Kollegen zu unterschiedlichen Themen an. Aktuell planen wir beispielsweise ein fünftägiges Training für Vertreter von Partnerinstitutionen unserer Vorhaben zum Thema Entwicklung einer finanziellen Grundbildungsstrategie. Solche Prozesse sind sehr aufwendig und zeitintensiv. Darüber hinaus tausche ich mich regelmäßig mit den Kollegen der von mir betreuten Vorhaben aus. So halten wir uns wechselseitig auf dem Laufenden; und nicht selten plane ich bereits die nächste Dienstreise beziehungsweise trete diese gerade an.

Wie ist es, für die GIZ zu arbeiten?
Spannend! Ich habe das Gefühl seit meinem Beginn vor vier Jahren wirklich eine Menge dazu gelernt zu haben. Dies liegt bestimmt auch daran, dass meine Arbeit sehr abwechslungsreich ist und ich schon häufig das Glück hatte, Vorhaben im Ausland beraten zu dürfen. Die unterschiedlichen Erfahrungen, die man so gewinnt, sind enorm wichtig und helfen mir wiederum bei der Beratung anderer Vorhaben. Aber natürlich arbeite ich mit einer Vielzahl toller Kolleginnen und Kollegen zusammen. Diese sind großartig und auch nicht durch spannende Projekteinsätze aufzuwiegen.

Was ist Ihre wichtigste Erfahrung, seit Sie für die GIZ arbeiten?
Schwierig zu sagen. Aber vielleicht doch die Erfahrung, dass es bei vielen Dingen auf eine hervorragende Teamarbeit ankommt und die Kommunikation stimmen muss, damit man Aufgaben gut bewältigt bekommt.

Ihr Rat für jemand, der in der internationalen Zusammenarbeit für die GIZ tätig werden will?
Der- oder diejenige sollte vor allem pragmatisch sein.


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Interview mit Vera Scholz

Vera Scholz
Vera Scholz

Was genau machen Sie und wie kamen Sie zur GIZ?
Ich bin heute Abteilungsleiterin „Umwelt und Klima“ im Fach- und Methodenbereich. Von 1993 bis 1998 habe ich als Entwicklungshelferin in Ostafrika gearbeitet, später als Beraterin für die Vorgängerorganisation GTZ. Im Jahr 1999 bin ich dann als Projektmitarbeiterin in das damals ganz neue Public Private Partnership Programm eingestiegen. „Public Private Partnership (PPP) sind Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft. Es handelt sich hierbei um Projekte, die betriebswirtschaftliche Interessen deutscher Unternehmen mit entwicklungspolitischen Zielen der Bundesregierung verknüpfen.“

Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?
Einen typischen Arbeitsalltag gibt es eigentlich nicht. Jeder Tag ist anders. Als Abteilungsleiterin habe ich viele Termine, zum Beispiel mit Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im In- und Ausland, Auftraggebern, Partnern aus Wissenschaft und Consultingwirtschaft sowie anderen Führungskräften. Die Inhalte der Gespräche variieren und ich muss schnell von einem auf das andere Thema „umschalten“. Auf internationalen Veranstaltungen und Konferenzen vertrete ich die GIZ „nach außen“ zu den Themen Umwelt und Klima. Auch das macht mir sehr viel Spaß - ich lerne von anderen Organisationen und ihrer Art zu arbeiten und habe den Finger am Puls der „global goods“. Außerdem gibt es immer wieder Richtungsentscheidungen zu treffen, die gut vorbereitet werden müssen: Gemeinsam mit dem Führungsteam der Abteilung muss ich neue Entwicklungen wahrnehmen, mit Kolleginnen und Kollegen erörtern und interpretieren, Veränderungen einleiten, moderieren und umsetzen.

Wie ist es, für die GIZ zu arbeiten?
Es ist fantastisch, da ich mit unterschiedlichen Menschen und Themen als auch mit verschiedenen Ländern und Herausforderungen zu tun habe. Ich kann in Bewegung sein, mich verändern, neue Themen und Situationen kennenlernen und anpacken.

Was ist Ihre wichtigste Erfahrung, seit Sie für die GIZ arbeiten?
Ich habe sehr engagierte und leidenschaftliche Kolleginnen und Kollegen, mit denen sich viele innovative Prozesse auf den Weg bringen lassen und die mich auf neue Gedanken und Ideen bringen.

Ihr Rat für jemanden, der in der internationalen Zusammenarbeit für die GIZ tätig werden will?
Man muss sehr wach sein und wahrnehmen, dass die Welt sich beständig ändert. Entwicklungszusammenarbeit ist zu Internationaler Zusammenarbeit geworden, Länder haben sich entwickelt und fordern heute etwas anderes von uns als vor 20 Jahren. Andere Themen sind wichtig geworden, wie zum Beispiel Biodiversität und Klima, aber auch soziale Sicherung. Heute sprechen wir von Green Economy und einer großen Transformation, die nötig ist und Industrieländer, Schwellenländer sowie Entwicklungsländer fordert.