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Ressource Boden

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Akzente 02/2013

Die Redensart „den Boden unter den Füßen verlieren“ verwenden wir in Situationen, in denen etwas grundsätzlich schiefzugehen droht, selten aber im wörtlichen Sinn. Dabei schwinden die Oberflächenschichten der Erde, der Boden, auf dem wir stehen, tatsächlich. Ackerflächen und Wälder gehen nicht nur durch die Neubildung von Wüsten zurück, auch fortschreitende Urbanisierung und Industrialisierung sorgen dafür, dass täglich Wiesen unter Asphalt und Beton verschwinden. Die Landwirtschaft greift in die Beschaffenheit von Böden ein, die Rohstoffindustrie gräbt weltweit nach Bodenschätzen. Um die Nutzung der wenigen verfügbaren Flächen konkurrieren oft gleich mehrere Interessenten und Branchen. Immer augenfälliger wird, dass nicht nur Erdöl, Mineralien und Edelmetalle nicht erneuerbare Rohstoffe sind, sondern dass der Boden selbst eine endliche Ressource sein könnte. Der Schwerpunktartikel dieser Ausgabe, „Die vergessene Ressource“, zeigt, was mit dem Boden unter unseren Füßen passiert.

Im Binnenmarkt der Europäischen Union gelten einheitliche gesetzliche Standards für die Sicherheit von Lebensmitteln. Die EU lässt in großem Umfang Lebensmittelkontrolleure in den EU-Mitgliedsländern ausbilden, auch damit die Zusammenarbeit länderübergreifend funktioniert. akzente berichtet von einer Schulung in Mailand.

Das Zusammenwirken von Entwicklungs- und Außenhandelspolitik beleuchten wir in einem Artikel zur Exportinitiative Erneuerbare Energien der Bundesregierung. Diese Initiative leistet einen Beitrag zum Klimaschutz und öffnet gleichzeitig deutschen Mittelständlern den Zugang zu internationalen Märkten. Außerdem stellen wir Ihnen Migranten als Unternehmer vor und berichten von afrikanischen Kleinbauern, deren Schulung für den Anbau von Baumwolle nach Nachhaltigkeitsstandards aus Lizenzeinnahmen bezahlt wird, die mit dem Label „Cotton made in Africa“ erzielt werden.