GIZ-Brief - Ausgabe 4/2012

Schwerpunktthema: Jugend braucht Zukunft

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GIZ-Brief 4/2012

Der größte Teil der Weltbevölkerung ist jung, in Entwicklungsländern sind oft sogar 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung Kinder (bis 14 Jahre) und Jugendliche (15 bis 24 Jahren). Junge Menschen sind ein enormes Potenzial für die Entwicklung ihres Landes, das es zu fördern und zu stärken gilt. Sie brauchen Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft.

Die vorliegende Ausgabe des GIZ-Briefes zeigt eine Vielzahl von Möglichkeiten auf, wie junge Erwachsene gefördert werden können. So berichten wir in dieser Ausgabe unter anderem über die Verbesserung der Berufsbildung in der Mongolei und eine Ausbildung auf den Philippinen, die sich am realen Bedarf orientiert und daher gute Chancen auf anschließende Beschäftigung bietet. Aber auch ein anderer Aspekt ist für Jugendliche wichtig: Sie müssen ernst genommen werden und am politischen und gesellschaftlichen Leben teilhaben. Auch hier gibt es Beeindruckendes zu berichten.

Jugendliche sind am ehesten bereit, ihr Verhalten zu ändern, wenn sie von Gleichaltrigen aus dem gleichen sozialen Umfeld angesprochen werden, der Fachbergriff ist Peer Education. Gerade beim Kampf gegen HIV/Aids spielt das eine große Rolle, aber auch, wenn es darum geht, Konflikte zu bearbeiten und Friedensarbeit zu leisten, wie es das Jugendzentrum von Kimisagara in Kigali, der Hauptstadt Ruandas, tut. Weitere Artikel sind:

  • Stefanie Gendera – neue Chancen in der Umweltbildung
    Im Mekong Delta in Vietnam sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich zu spüren. Mit verstärkter Umweltbildung will man in der Provinz Bac Lieu dem entgegenwirken. Dies soll vor allem durch angepasste Unterrichtinhalte und neue Vermittlungsmethoden in den Schulen geschehen.
  • Volker Hamann – Jugendlichen eine Perspektive geben
    Durch eine bessere Berufsorientierung und Hilfe bei Existenzgründungen sollen in Honduras die Beschäftigungschancen für junge Erwachsene steigen. Gemeinsam mit Partnern vor Ort hat die GIZ die UTILs ins Leben gerufen, Büros zur Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt.
  • Myriam Sikaala – Jugendliche klären Jugendliche auf
    Das Leben der Jugendlichen in den Slums von Nairobi ist hart. Doch viele von ihnen wollen sich von der Trostlosigkeit nicht besiegen lassen und versuchen ihr Leben und das ihrer Altersgenossen erträglicher zu machen. Einer von Ihnen ist Edwin Wasonga von der Mathare Youth Sports Association (MYSA).
  • Susanne Giese – Es geht um Respekt und Teilhabe
    Die Youth Bridge Foundation (YBF) ist eine Erfolgsstory. Sie setzt sich dafür ein, dass Jugendliche am politischen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. In einem Interview beschreibt Seth Oteng, Gründer und Geschäftsführer, das Konzept der YBF und warum die Arbeit so erfolgreich ist.
  • Kerstin Müller – Mut zur eigenen Stimme
    In einer Kleinstadt im Norden Guatemalas gibt es ein Radioprogramm von Jugendlichen für Jugendliche. Die Altersgenossen sollen nicht nur besser informiert, sondern vor allem darin bestärkt werden, sich zu Wort zu melden.

Was in den Artikeln in dieser Ausgabe berichtet wird, macht Mut und das Engagement vieler Jugendlicher, selbst unter schwierigsten Bedingungen, ist imponierend. Sie brauchen unsere Unterstützung und einen noch größeren Einsatz der internationalen Zusammenarbeit für ihre Entwicklung.

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