Magazin akzente 3-4/2014

Schwerpunktthema: Europa

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Vor mehr als einem halben Jahrhundert haben Robert Schuman und die anderen Väter Europas den Grundstein gelegt. Seitdem befindet sich das gemeinsame Haus Europa im Bau. Es musste oder, besser gesagt, durfte seitdem viele Male angebaut, erweitert und nachgebessert werden. Wie weit ist der Bau heute gediehen? Buddeln wir noch, gießen wir Beton in die Schalung oder suchen wir schon die Möbel aus? Muss der Bauplan angepasst werden? Stimmt die Statik noch? Wie solide ist das Fundament? Euroskeptiker, die heute wieder zahlreicher werden, würden gar bezweifeln, dass es ein gemeinsames Fundament gibt.

Die Stabilität und Zukunftsfähigkeit des Hauses Europa steht und fällt auch mit der Nachbarschaft – in Zeiten der Globalisierung meint das nicht nur „die von nebenan“. Wird die Welt von Konflikten oder Katastrophen erschüttert, trifft das auch Europa. Sicherheit, Klima, Energie – Europas Glaubwürdigkeit beginnt in Mali, in Bangladesch und in Brasilien.

Unser Schwerpunktartikel betrachtet den aktuellen Stand des Bauwerks Europa und weist auf Herausforderungen hin, mit denen die Union nach innen wie nach außen zu tun hat. Der Kommentar des Kenianers Gilbert Khadiagala zeigt, dass die EU Modell steht für die Architektur anderer regionaler Bündnisse. Im Interview betont Angela Filote, die Vertreterin der EU in Rumänien, dass die Beziehungen im verflixten siebten Ehejahr vertrauter und enger werden.

Unsere Reportagen aus dem Ausland führen Sie diesmal nach Chile und Afghanistan. Eine Fotoreportage aus Georgien zeigt, wie Frauenrechte gestärkt werden. Darüber, wie die Menschen in Südostasien nach den Flutwellen des Tsunamis wieder zu ihren Personalausweisen und Geburtsurkunden kamen, berichten wir außerdem.