nah dran - Ausgabe 1/2015

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Titelseite der "nah dran"-Ausgabe 1-2015

Nachhaltiges Wirtschaften – Die Rolle des Privatsektors in der Entwicklungszusammenarbeit

Wir sind im Jahr 2015 angekommen und damit am Ende des Korridors, in dem die Millenniumentwicklungsziele erreicht werden sollten. Die Erde ist noch nicht gerettet aber wir befinden uns auf einem guten Weg. Eine neue Entwicklungsagenda wird derzeit verhandelt. Wie sie aussehen wird, steht noch nicht fest. Aber in ihrem Kern wird es maßgeblich auf das Zusammenspiel von Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft ankommen. Insbesondere die Prosperität von Wirtschaft und Zivilgesellschaft bedingen sich. Langfristige Unternehmensziele und langfristige Gesellschaftsziele können ohne den jeweils anderen nicht erreicht werden.

Die Zeitschrift „nah dran“ beschäftigt sich im aktuellen Heft mit der Rolle des Privatsektors in der Entwicklungszusammenarbeit. Beleuchtet wird die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft und welchen Beitrag Entwicklungshelfern der GIZ dabei leisten. Zum Beispiel indem sie die Ausbildung von Fachkräften für erneuerbare Energien in Südafrika vorantreiben oder aber auf den Philippinen im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft mit der Wirtschaft daran mitwirken, dass ein Großbäcker und eine Gruppe von Kleinbauern miteinander ins Geschäft kommen: Die Kleinbauern pflanzen für den Bäcker Erdnüsse an, der Bäcker sichert als Hauptabnehmer deren Existenzgrundlage und er kann auf den teureren Import von Erdnüssen aus dem Nachbarland verzichten.

Der Entwicklungshelfereinsatz ist ein Engagement auf Zeit. „nah dran“ folgt deshalb regelmäßig den Spuren ehemaliger Entwicklungshelfer. Im aktuellen Heft geht es dabei um eine Ehemalige, die die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Freien Hansestadt Bremen koordiniert und im Heft einen Klimapakt zwischen den Städten Bremen, Durban und Windhoek vorstellt.

Weitere Themen im Heft (Auswahl):

  • Am Kap soll’s grüner werden: Das Programm „Skills for Green Jobs“ der GIZ fördert die Einführung von „grünen“ Ausbildungen sowie von Bildungsangeboten mit Schwerpunkt erneuerbare Energien und Energieeffizienz an staatlichen Berufsschulen. In einem Teilprojekt beraten Entwicklungshelfer Berufsschulen bei der Lehrplangestaltung für Umwelttechnik.
  • Wie ein Parfümgrundstoff hilft, indigene Rechte zu wahren: Liquidambar – flüssiger Bernstein – heißt der Balsam, der seit Jahrhunderten von den Pesh-Indianern in Honduras vom gleichnamigen Baum geerntet wird. Liquidambar ist auch ein wichtiger Parfümgrundstoff. Die industrielle Gewinnung bedroht aber die traditionelle Lebensweise der Pesh. Der Natural Resource Stewardship Circle (NRSC), eine Stiftung von Firmen der Parfüm- und Beauty-Industrie, und die GIZ haben deshalb Mindeststandards entwickelt, bei denen unter anderem die indigenen Rechte der Pesh und eine nachhaltige Waldwirtschaft an oberste Stelle stehen. Ein Entwicklungshelfer berichtet über das Projekt.
  • Nachbarschaftstreffen „on air“: Politische Spannungen und Vorurteile belasten das Verhältnis zwischen Ruander, Burundier und Kongolesen. Das Bild vom bösen Nachbarn verbreiten auch die Medien. Doch es geht auch anders. Die Macher der ruandischen Jugendradiosendung Ejo! setzen auf einen positiven Nachbarschaftsbegriff. Ihr Ansatz: Journalisten aus drei Ländern arbeiten zusammen und senden in die ganze Region. Eine deutsche Journalistin unterstützt als Entwicklungshelferin das Jugendradio in Ruanda.
  • Wohlergehen ist auch ein Wirtschaftsfaktor: Die Obstbauern in Südafrika investieren in das Wohlergehen ihrer Angestellten, weil sie auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig bleiben wollen. Schlechte Bildung, schlechte Ernährung, hohe HIV- und Tuberkulose-Raten, Sucht und Gewalt vermindern die durchschnittliche Arbeitsfähigkeit der Farmarbeiter. In einer Partnerschaft mit der GIZ und dem Entwicklungszentrum der Automobilindustrie im Ostkap betreiben die Landwirtschaftsbetriebe sogenannte Arbeitsplatzprogramme für das Wohlbefinden. Neben Ernährungsberatung Gesundheitsaufklärung bieten die Programme Unterstützung beim Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen und Sozialarbeit. Eine Entwicklungshelferin berichtet über ihre Erfahrung.

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In unserer Datenbank finden Sie alle Ausgaben ab 1/2007. Bitte beachten Sie bei der Suche, dass die Ausgaben 1/2011 bis 4/2012 unter dem Titel GIZ-Brief, die Ausgaben 1/2007 bis 4/2010 als DED-Brief erschienen sind.

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nah dran 1/2015

Nachhaltiges Wirtschaften – Die Rolle des Privatsektors in der Entwicklungszusammenarbeit Gesamtausgabe 1/2015

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