Aus der Arbeit der GIZ: Hilfe für sechs Millionen Flüchtlinge

12.02.2015 – Konflikte und Naturkatastrophen zwingen Menschen weltweit dazu, ihr Zuhause zu verlassen. Seit 2005 hat die GIZ mehr als sechs Millionen Flüchtlinge versorgt. Zum Beispiel in Afghanistan.

Krieg, Naturkatastrophen oder fehlende wirtschaftliche Perspektiven treiben Menschen zur Flucht. Fernab von ihren Heimatorten müssen sie sich einem mühseligen Neuanfang stellen. Weltweit hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH seit 2005 mehr als sechs Millionen Menschen in dieser schwierigen Situation unterstützt. Ein Beispiel: Das Programm zur Integration von Vertriebenen in Afghanistan.

Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) zählt innerhalb Afghanistans derzeit über 700.000 Vertriebene durch Konflikte. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes unterstützt die GIZ die afghanische Regierung darin, die Flüchtlinge in ihre Gastgemeinden zu integrieren. „In erster Linie möchten wir die Leistungsfähigkeit des Staates stärken, indem wir die Regierung zu ihrer nationalen Strategie zur Binnenvertreibung beraten. Nur so können wir eine nachhaltige Wirkung erzielen“, erklärt Frank Faiss, Programmverantwortlicher der GIZ.

Doch auch auf lokaler Ebene ist die GIZ aktiv: In den nördlichen Provinzen Balkh und Kunduz verbessert sie mit verschiedenen Maßnahmen die Lebensbedingungen der Betroffenen. Beispielsweise schützen neu gebaute Unterkünfte die Flüchtlinge vor dem kalten Winter. Darüber hinaus fördert die GIZ auch ihre beruflichen Kompetenzen. „Ziel ist es, den Flüchtlingen zu ermöglichen, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten“, sagt Faiss. So nahmen bislang mehr als 6.000 Personen an Aus- und Fortbildungen teil.

Die Bildungsangebote werden stets an die Bedürfnisse der Flüchtlinge angepasst und orientieren sich am Arbeitsmarkt vor Ort. Neben den beruflichen Fortbildungen, bietet die GIZ auch Schulungen zu Themen wie Alphabetisierung, Alltagsmathematik, Konfliktlösung und Hygiene an. Diese Angebote zielen darauf ab, den Alltag der Menschen zu erleichtern. Nicht nur den Flüchtlingen, sondern auch der Bevölkerung vor Ort steht das Bildungsprogramm offen. „Auf diese Weise entsteht ein Begegnungsraum, in dem sich die beiden Gruppen annähern und austauschen können“, erklärt Faiss. „Darüber hinaus profitiert die Gastgemeinde auch von anderen Leistungen der GIZ, wie etwa den neuen Schulgebäuden und der verbesserten Wasserinfrastruktur.“

Die GIZ arbeitet auch mit anderen Programmen daran, die Lebensverhältnisse von Flüchtlingen zu verbessern. Beispielsweise unterstützte sie zwischen 2005 und 2011 in Zusammenarbeit mit dem UNHCR im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Flüchtlinge in Afghanistan und zwölf afrikanischen Ländern.