Magazin akzente 2/2015

Schwerpunktthema: Transparenz

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Das schönste Haus ist das, welches jedermann offen steht – so lautet eine Weisheit aus „Tausendundeine Nacht“. Und tatsächlich: Das Leben wird vielfältiger, bunter und interessanter, wenn wir der Welt aufgeschlossen begegnen. Gleiches erwarten wir von unseren Freunden, Partnern, Vorgesetzten und schließlich auch von Entscheidern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dann sprechen wir von Transparenz, von Systemen, die sich nicht abschotten, sondern die zulassen, hereinholen und mitnehmen; die nicht mauern, sondern aufklären und mitteilen. Doch Transparenz muss auch Grenzen haben. Sie endet dort, wo sie zum Einfallstor für Überwachung wird, die Rechte des Einzelnen einschränkt, statt sie zu stärken. Wer will schon ein „gläserner Bürger“ sein? Auch das schönste Haus hat schließlich Türen, die manchmal geschlossen sein dürfen.

Unser Autor Christian Hiller von Gaertringen widmet sich in einem Essay der Frage, wo mehr Transparenz erstrebenswert ist und wo sie schadet. Sein Fazit: Es kommt auf das richtige Maß an, das immer wieder neu bewertet werden muss. Eine feine Abgrenzung zwischen Nutzen und Nachteil von Transparenz in Großunternehmen nimmt auch Christine Hohmann-Dennhardt, Vorstandsmitglied der Daimler AG, in einem Interview vor.

Unsere Reportagen führen Sie diesmal nach Norwegen, in den Nahen Osten und nach Asien. Die Texte erzählen von Besuchern aus der Mongolei in Oslo und Berlin und von einer jungen Bäckerin in den Palästinensischen Gebieten. Sie berichten vom Neuanfang zweier Rana-Plaza-Opfer in Bangladesch und zeigen, wie Mangrovenwälder in Vietnam vor den Folgen des Klimawandels schützen.

Einen weiteren Schritt in Richtung Transparenz sind auch wir selbst gegangen: Seit kurzem finden Sie Zahlen und Fakten rund um unsere Arbeit im neuen Projektdatenauftritt auf der GIZ-Website. Wie er funktioniert, lesen Sie in der Rubrik „Spezial“.