nah dran - Ausgabe 2/2015

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Titel nah dran-Ausgabe 2/2015

Auf der Suche nach globalen Entwicklungszielen

Im September werden die Vereinten Nationen in New York die neuen, nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) verabschieden. Sie sollen die Millenniumentwicklungsziele (MDGs) aus dem Jahr 2000 ablösen und ab Januar 2016 für 15 Jahre den Rahmen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit vorgeben. Die neue Entwicklungsagenda wird deutlich komplexer als ihre Vorgängerin. Während die MDGs acht Handlungsfelder mit 18 Unterzielen umfassten, werden die neuen Entwicklungsziele voraussichtlich 17 Handlungsfelder mit 169 Unterzielen verfolgen. Bis zum Jahr 2030 sollen weltweit menschenwürdige Lebensbedingungen und Frieden für alle geschaffen, Menschenrechte gesichert, Geschlechter-, Generationen- und Verteilungsgerechtigkeit hergestellt, extreme Armut und extremer Hunger überwunden und gleichzeitig natürliche Ressourcen und Ökosysteme geschützt werden. Das erscheint mehr als ambitioniert. Aber die SDGs werden auch nicht bei null anfangen, sondern auf das bisher Erreichte aufbauen – etwa bei der Armutsbekämpfung. Hier ist es gelungen, die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben seit dem Jahr 2000 um die Hälfte zu reduzieren.

Die globalen Entwicklungsziele bestimmen in vielfacherweise die Aktivitäten der GIZ. Viele Entwicklungshelferinnen und -helfer haben beispielsweise an der Umsetzung der Millenniumentwicklungsziele gearbeitet. Und es kann davon ausgegangen werden, dass sie auch an der Umsetzung der neuen Entwicklungsagenda mitwirken werden. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift nah dran widmet sich deshalb dem Thema „Globale Entwicklungsziele“. Darin berichten Entwicklungshelfer über ihre Beiträge zum Erreichen der MDGs und reflektieren über die Rolle, die sie bei der Ausgestaltung der neuen Entwicklungsziele einnehmen können.

Was die GIZ in ihrer Gesamtheit zur Ausgestaltung und Umsetzung der SDGs beitragen kann und welche Perspektiven sich dadurch für das Unternehmen und damit auch für Entwicklungshelfer ergeben, das schildern die GIZ-Mitarbeiterinnen und Expertinnen für Entwicklungsagenda, Astrid Bräu und Inken Denker, in ihrem Leitartikel zum Schwerpunktthema. Sie fassen den Stand der MDGs nach 15 Jahren Laufzeit zusammen und analysieren die Auswirkungen der SDGs auf die internationale Zusammenarbeit.

Lesenswert ist auch der Gastbeitrag von Simona Costanzo-Sow und Nicoletta Di Tanno von United Nations Volunteers (UNV). Die Autorinnen beleuchten den Mehrwert, den das Volunteering – und damit vor allem der Beitrag von Fachdiensten wie der GIZ-Entwicklungsdienst – als Instrument der nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit darstellen. Beide arbeiten im Post-2015-Agenda-Projekt des Freiwilligenprogrammes der Vereinten Nationen (UNV).

Weitere Themen im Heft:

  • Sie sind jung, sie sind freiwillig und sie brauchten die Erfahrung: Lea Ritter und Benjamin Frowein sind zwei junge Deutsche, die mithilfe der GIZ im Freiwilligendienst der Vereinten Nationen (UNV- United Nations Volunteers) gearbeitet haben. Ihr Auftrag: junge Menschen in Entwicklungsländern motivieren, sich in die Ausgestaltung der neuen, nachhaltigen Entwicklungsziele einzubringen. In nah dran berichten beide über ihre Erfahrungen in Haiti und Guatemala.
  • Ebola: Regina Meissner arbeitet als Entwicklungshelferin in einem Gesundheitsprogramm in Tansania. Wegen ihrer Zusatzqualifikationen in der Pandemiebekämpfung und der Nothilfe hat die gelernte Krankenschwester für fünf Wochen für das Deutsche Rote Kreuz in einem Ebola-Behandlungszentrum in Liberia gearbeitet. In nah dran berichtet sie über ihre Erfahrungen
  • Der Kaffe to go kommt immer seltener aus Togo: Obwohl die Nachfrage nach Kaffee und Kakao weltweit steigt, fällt die Produktionsmengen in Togo stetig. Der Entwicklungshelfer Matthias Schnier berät Produzenten und Kleinbauern dabei, wie sie die Trendwende hinbekommen und am Markt bestehen können.
  • Konsumkritik zu Fuß: Der Verein Greenwalker organisiert in Bonn konsumkritische Stadtspaziergänge, die globale (Waren-) Zusammenhänge vermitteln. Gegründet wurde der Verein von Lars und Ilona Düerkop und anderen ehemaligen Entwicklungshelfern. Im aktuellen Heft berichten die Düerkops über ihre Arbeit und ihre Motivation.

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In unserer Datenbank finden Sie alle Ausgaben ab 1/2007. Bitte beachten Sie bei der Suche, dass die Ausgaben 1/2011 bis 4/2012 unter dem Titel GIZ-Brief, die Ausgaben 1/2007 bis 4/2010 als DED-Brief erschienen sind.

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