Magazin akzente 4/2015

Schwerpunktthema: Flucht

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Titel akzente 4/2015

Mohammed flüchtete aus Mekka, Friedrich Schiller aus Württemberg und Heinrich Heine nach Paris. Schon diese wenigen Beispiele zeigen: Flucht ist so alt wie die Menschheit selbst. Und doch bedeutet sie weit mehr als das bloße Entrinnen aus einer Gefahr. Flucht steht auch für Ansporn, Antrieb und Aufbruch. Denn wo Flüchtlinge ankommen, entsteht unweigerlich Neues. Beispiele dafür gibt es genügend: Ob die Vereinigten Staaten von Amerika seit dem 18. Jahrhundert oder Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg – auf lange Sicht hat der Zuzug anderer Menschen deren Entwicklung beflügelt. Diese Tatsache sollten wir nicht vergessen, ohne die großen Herausforderungen des aktuellen Flüchtlingsdramas kleinzureden.

Unser Autor Jochen Stahnke von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geht den Hintergründen der neuen Flüchtlingswelle nach und zeigt dabei auch, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse, zwischen Opfern und Schleppern, nicht immer zweifelsfrei zu ziehen sind. Welche Strategien die Bundesregierung in der Flüchtlingsfrage verfolgt und wie sie Fluchtursachen bekämpft, erklärt Bundesminister Gerd Müller in einem Interview. Schließlich erzählt der preisgekrönte Schriftsteller Saša Stanišić in einer kurzen, ergreifenden Geschichte von seiner eigenen Flucht aus Bosnien.

Unsere Reportagen handeln dieses Mal von Start-ups in Tadschikistan, für die es zündende Ideen und einiges an Mut braucht. Sie berichten von Jobcentern in Ägypten als Strategie gegen die Arbeitslosigkeit dort. Und sie zeigen, wie in der brasilianischen Savanne Cerrado gezielt Feuer gelegt werden, um schlimmere Brände zu verhindern.

Unsere APP für Tablet-PCs bietet interessante Zusatzinformationen: Dort finden Sie zum Beispiel eine Galerie prominenter Flüchtlinge, ein Video zu der Reportage aus Tadschikistan und einen Podcast über junge Ägypter auf der Suche nach dem passenden Job.