Who-is-who der Sicherheitspolitik trifft sich in München

12.02.2016 – Die Flüchtlingskrise im Nahen Osten und Gesundheitssicherheit sind zwei der vielen Themen der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz. Die GIZ ist dabei und stellt die Akteure und Herausforderungen der afrikanischen Sicherheitsarchitektur vor.

Vom 12. bis zum 14. Februar steht die bayerische Landeshauptstadt wieder ganz im Zeichen der internationalen Sicherheitspolitik: Die Münchner Sicherheitskonferenz bringt Staatschefs, Außen- und Verteidigungsminister, Wissenschaftler sowie Wirtschaftsvertreter zusammen, um über aktuelle Krisen und sicherheitspolitische Herausforderungen zu diskutieren. Mit rund 450 Teilnehmern ist es weltweit das größte Forum dieser Art.

„Seit langem wissen wir, dass Sicherheit und nachhaltige Entwicklung untrennbar zusammen gehören. Deshalb arbeitet die GIZ aktiv mit allen Akteuren in Staat und Zivilgesellschaft, um friedliche Konfliktaustragung zu ermöglichen“, sagt Christoph Beier, stellvertretender Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Zum dritten Mal trägt die GIZ als Partner der Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz dazu bei, dass auch afrikanische Lösungen für Stabilität und Sicherheit in diesem Forum vorgestellt werden.

Einen Einblick in die Arbeit der Afrikanischen Union (AU) wird deren Kommissar für Frieden und Sicherheit, Botschafter Smaïl Chergui, geben. Die Organisation und ihre Mitgliedsländer stehen vor großen Herausforderungen: Terroristische Gruppen destabilisieren ganze Regionen und verüben schwerste Menschenrechtsverletzungen. Menschen fliehen vor bewaffneten Konflikten und Armut. Die Afrikanische Union hat heute viele Möglichkeiten Konflikte einzudämmen und sogar mit eigenen Friedenstruppen zu intervenieren. Die GIZ unterstützt die Afrikanische Union seit mehr als zehn Jahren im Auftrag der Bundesregierung dabei, ihre Kapazitäten für die Umsetzung der afrikanischen Sicherheitsarchitektur zu stärken. Krisenfrühwarnung, präventive Diplomatie, Mediation und Friedenseinsätze der AU sind zu festen Säulen der Politik geworden und helfen den afrikanischen Staaten, friedliche Lösungen für Krisen zu finden und Konflikte schneller einzudämmen.

Wided Bouchamaoui, Präsidentin der tunesischen Industrie- und Handwerkskammer und Friedensnobelpreisträgerin, berichtet auf Einladung der GIZ über die Rolle der Privatwirtschaft bei der Stabilisierung ihres Landes. Seit der Revolution 2011 durchlebt Tunesien einen tiefgreifenden sozialen und politischen Wandel. Die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch. In den unterprivilegierten Regionen im Landesinneren erhöht diese Situation das Risiko von Konflikten. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert die GIZ zusammen mit der tunesischen Industrie- und Handwerkskammer Unternehmensgründungen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.