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Sport bewegt die Welt

11.08.2016 – „Sport für Entwicklung“: Sport hält nicht nur körperlich fit, sondern gibt Impulse für nachhaltige Veränderungen – weltweit.

Ob Fußball, Basketball, Volleyball oder Leichtathletik – Sport begeistert Menschen, nicht nur während der Olympischen und Paralympischen Spiele. Sportangebote wahrzunehmen, und vor allem über den Sport Zugang zu Bildungs- oder Gesundheitsangeboten zu bekommen, ist aber nicht überall auf der Welt gleich leicht. Doch insbesondere für Kinder und Jugendliche sind solche Angebote wichtig. So kann es zum Beispiel an Trainingsorten, Materialien oder auch qualifizierten Trainern selbst fehlen, nicht alle Schulen und Gemeinden können pädagogisch aufbereitete Sportangebote durchführen.

Hier setzt die internationale Zusammenarbeit an. Denn: die Sprache des Sports versteht jeder, über Sport können Individuen und breite Bevölkerungsgruppen erreicht und systematisch gefördert werden. Richtig eingesetzt, kann Sport weltweit Impulse für Veränderungen und nachhaltige Entwicklung geben und dadurch einen Beitrag zu den internationalen Entwicklungszielen leisten.

Das macht sich das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zunutze und hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH damit beauftragt, weltweit „Sport für Entwicklung“-Projekte durchzuführen. Hierbei kooperiert die GIZ mit einer Vielzahl von lokalen und internationalen Partnern. Zum Beispiel vermittelt in Brasilien das sportpädagogische Trainingshandbuch „Treino Social“ spielerisch soziale Kompetenzen zu Themen wie Bildung, Gewaltprävention oder Geschlechtergerechtigkeit. Zudem hat „Sport für Entwicklung“ u.a. Schnittmengen mit Gesundheitsförderung, HIV/AIDS-Prävention, Beruflicher Bildung, Inklusion, Integration von Flüchtlingen und der Bereitstellung von Sportangeboten in den aufnehmenden Gemeinden. In den Palästinensischen Gebieten wird Sport zur Förderung der beruflichen Bildung von Jugendlichen bei speziellen Summercamps eingesetzt. Hierbei wird mit Berufsschulen und potenziellen Arbeitgebern zusammengearbeitet.

Lokale Partnerorganisationen unterstützen die GIZ auch in Kenia bei der Umsetzung, insbesondere bei der Weiterbildung von Multiplikatoren. Hier ist Bildung außerhalb von Klassenzimmern sehr gefragt und die Nachfrage riesig. Auch in die Infrastruktur wird investiert: „Aktuell sind in neun Ländern Afrikas 46 Sportplätze im Bau oder in Planung, 24 weitere sind bereits fertig“, erklärt die ehemalige Fußballerin und jetzige GIZ-Mitarbeiterin Heidi Beha im Interview auf giz.de.

Die dauerhafte Perspektive ist ein wichtiger Baustein der Projekte. Beha erklärt: „Wir bilden Lehrerinnen, Lehrer, Trainerinnen und Trainer weiter, die schon mit Jugendlichen im Sport arbeiten und unterstützen Partnerorganisationen. So wird Sport für Entwicklung langfristig integriert“.