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Gesundheit macht Schule: Verbesserte Lern- und Zukunftsperspektiven für Kinder

29.08.2016 – Mit dem „Fit for School“-Programm unterstützt die GIZ Bildungsministerien in Südostasien dabei, Hygienebedingungen in Schulen zu verbessern und gesundes Lernen zu ermöglichen.

"Wasser für eine nachhaltige Entwicklung" – so lautet das Motto der diesjährigen "World Water Week", die vom 28. August bis zum 2. September in Stockholm stattfindet. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH beteiligt sich an der Konferenz und stellt einige ihrer Projekte zum gleichberechtigten Zugang zu Wasser und sanitären Anlagen vor.

In vielen südostasiatischen Ländern zum Beispiel leiden Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall, akuten Atemwegserkrankungen oder Karies. Diese werden oft durch schlechte Hygienebedingungen hervorgerufen und beeinträchtigen die Entwicklung des Kindes – und damit auch seine schulische Ausbildung. Im Rahmen des "Fit for School"-Programms unterstützt die GIZ zusammen mit dem Regionalpartner Southeast Asian Ministers of Education Organization (SEAMEO) die Bildungsministerien in Laos, Kambodscha, Indonesien und auf den Philippinen dabei, Hygiene- und Gesundheitsbedingungen in Schulen zu verbessern. Beauftragt wurde sie dafür vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Zu "Fit for School" zählen vor allem Aktivitäten, die sich gut in den Schulalltag integrieren lassen bzw. von Lehrern angeleitet werden – wie zum Beispiel Zähneputzen mit Zahnpasta oder regelmäßiges Händewaschen mit Seife vor dem Essen. Zusätzlich machen die Kinder zweimal im Jahr eine Wurmkur. Das Programm verbessert außerdem die Wasser- und Sanitärversorgung der Kinder und unterstützt zum Beispiel den Bau von Handwaschanlagen in Schulen.

Das Programm endet erst im Jahr 2018, Wirkungen zeigen sich schon jetzt: Eine Studie in Kambodscha, Laos, Indonesien und den Philippinen hat gezeigt, dass Kinder in Schulen, in denen "Fit for School"umgesetzt wird, zwischen 17% und 38% weniger Kariesneuerkrankungen haben. Zusätzlich hat sich der Zustand der schulischen Wasser- und Sanitäranlagen maßgeblich verbessert. In Kambodscha, Indonesien und Laos gibt es bereits in 87% bis 95% der "Fit for School"-Schulen Handwaschstationen mit Wasser und Seife. Laut Department of Education profitieren allein in Philippinen über 2 Millionen Kinder von dem Programm. Ausgehend von diesen positiven Ergebnissen haben die Bildungsministerien nun begonnen, das Programm eigenständig auszuweiten.

Die Initiative wurde außerdem vom United Nations Office for South-South Cooperation als ein Beispiel erfolgreicher Süd-Süd- und Dreieckskooperation für nachhaltige Entwicklung genannt: "Fit for School"leistet durch seine Arbeit im Bereich "WASH" (Water, Sanitation and Hygiene) einen erheblichen Beitrag zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die im Rahmen der Agenda 2030 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen im September 2015 in New York verabschiedet wurden.